Der Tag vor dem Finale

EM-Ticker: Dieses deutsche Mädchen hofft auf Ronaldos Hand

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Zoe ist eines von 17 deutschen Einlaufkindern bei der EM.

München - Morgen stehen Frankreich und Portugal im Finale der EM 2016. Was bis dahin bei der Euro passiert, erfahren Sie natürlich bei uns im Live-Ticker.

Damit Sie zum EM-Finale 2016 perfekt vorbereitet sind, gibt es hier unser Euro-rundum-sorglos-Paket: Hier erfahren Sie, wo Sie das Endspiel der EM zwischen Portugal und Frankreich live im TV und im Stream verfolgen können. Sollten Sie unterwegs sein, können Sie einfach auf unseren Live-Ticker vom EM-Final-Tag klicken. In einem Portrait stellen wir Ihnen Portugals Superstar Cristiano Ronaldo vor und machen zu Quoten, Statistik und Aufstellung des Finalspiels den Faktencheck. Wer im Kader von Frankreich und im Kader von Portugal ist, finden Sie hier.

EM-Ticker vom Sonntag

Alle Informationen zum EM-Finale finden Sie im Live-Ticker vom Sonntag.

20.01 Uhr: Ein auffälliges, blond gefärbtes Blumen-Muster auf der linken Seite des Kopfes: Portugals Fußball-Nationalstürmer Ricardo Quaresma hat sich für das EM-Finale gegen Frankreich eine neue Frisur zugelegt. Das blond gefärbte Muster sorgt vor dem Endspiel am Sonntag für so viel Aufsehen, dass sogar Nationaltrainer Fernando Santos darauf angesprochen wurde. „Quaresmas Haare sind wundervoll“, sagte der 61-Jährige mit einem Schmunzeln. „Ich habe ihm gratuliert, als ich das gesehen habe, das ist ein Kunstwerk.“ Englische Medien spekulierten gar, bei dem Muster handele es sich um die Olivenzweige, die auch in Portugals Wappen zu sehen sind.

18.30 Uhr: Hängt DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger nach dem EM-Aus im Halbfinale gegen Frankreich seine Karriere in der Nationalmannschaft an den Nagel? Die tz hat zusammengefasst, was dafür spricht.

17.42 Uhr: Die französische Nationalmannschaft kann einen möglichen Sieg im EM-Finale nicht auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées feiern. „Das ist absolut unmöglich“, sagte Polizeipräfekt Michel Cadot am Samstag in Paris. Es sei nichts auf den Champs-Élysées vorgesehen. Dort werde bereits die Parade für den französischen Nationalfeier am 14. Juli vorbereitet. „Wir können dort am Montag nicht die Massen rumlaufen lassen“, ergänzte Mathias Vicherat von der Pariser Stadtverwaltung. Zu möglichen Alternativen machten beide auf Nachfragen keine näheren Angaben.

16.10 Uhr: Das EM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich hat auch auf dem Nato-Gipfel in Warschau noch eine Rolle gespielt. „Ja, wir haben darüber gesprochen“, verriet der französische Präsident Francois Hollande am Samstag vor Journalisten und lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es habe keinen verbalen Fußball-Krieg gegeben. „Frau Merkel war sehr elegant in der Art, in der sie das Spiel kommentierte“, berichtete Hollande.

Eine Prognose für das Finale zwischen Frankreich und Portugal wollte Hollande nicht abgeben. „Ein Sieg würde ganz generell das (Selbst-)Vertrauen stärken“, meinte er und betonte: „Ich bin kein Spieler, ich bin kein Trainer. Falls Frankreich gewinnt, habe ich keinerlei Verdienst daran.“

14.25 Uhr: Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA sieht sich in der Ausweitung der EM auf 24 Teams bestätigt. Das Gremium lobte das Format nach einer Sitzung am Samstag für seine „Wettbewerbsfähigkeit“, wie die UEFA einen Tag vor dem Finale zwischen Frankreich und Portugal in einer kurzen Mitteilung schrieb. Erstmals für dieses Turnier in Frankreich hatte die UEFA das Feld um acht Teilnehmer aufgestockt. Tags zuvor hatte allerdings Turnierdirektor Giorgio Marchetti Verbesserungspotenzial an dem umstrittenen Modus eingeräumt, bei dem vier von sechs Gruppendritten die K.o.-Runde erreichen. „Das Problem dieses Formats ist, dass zwischen Gruppenphase und Achtelfinale eine Phase entsteht, in der man die drittplatzierten Teams einfügen muss“, sagte Marchetti. „Aber man weiß vorher nicht, wer diese drittplatzierten Teams sind.“

14.11 Uhr: Auch die Franzosen sind vor allem von einem Spieler ins Finale getragen worden: Antoine Griezmann. Es wird das finale Duell der Euro-Stars.

14.03 Uhr: Portugals EM-Held heißt natürlich: Cristiano Ronaldo. Wir haben zusammengefasst, was Sie über den Superstar von Real Madrid wissen müssen.

12.40 Uhr: Ex-Bundesligatrainer Lucien Favre hat heftige Kritik am Niveau der Fußball-EM geübt. „Vor allem die Gruppenphase war unfassbar langweilig, ein Horror“, sagte der Schweizer in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Ihn habe die Flut der Spiele gestört, in denen kaum einmal Begeisterung und Spannung erzeugt worden sei. „Die Qualität war einfach zu schlecht“, stellte der frühere Coach von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC fest.

Die Schuld daran trägt nach Ansicht von Favre die Europäische Fußball-Union (UEFA), die das Teilnehmerfeld um acht Teams aufgestockt hatte. „Wenn die UEFA eine EM mit 24 Mannschaften spielen lässt, hat das bestimmt wirtschaftliche Vorteile. Aber dem Spiel schadet es“, erklärte Favre. „Die Spieler sind an ihrem Limit. Vor allem mental.“

12.21 Uhr: Mark Clattenburg pfeift am Sonntag das Finale. Der Schiedsrichter aus England hätte eigentlich gar nicht nach Frankreich fahren sollen.

11.58 Uhr: Au weh, Jerome. Muskelbündelriss lautet die Diagnose. Ärgerlich. Aber trotzdem soll der Saisonstart nicht in Gefahr sein. Ob das hinhaut?

Pepe darf auf Einsatz im EM-Finale hoffen

11.43 Uhr : Portugals Abwehrchef Pepe darf auf einen Einsatz im EM-Endspiel gegen Frankreich hoffen. Der 33 Jahre alte Profi von Real Madrid trainierte nach seinen Oberschenkelproblemen am Samstag erstmals wieder mit dem Team. Der Innenverteidiger nahm wie die anderen 22 Spieler im Kader Portugals am Abschlusstraining am Vormittag im EM-Quartier des Teams in Marcoussis teil.

10.45 Uhr: Bis zum Finale lässt sich festhalten: Nach den Krawallen hat die EM 2016 keine einzige negative Schlagzeilen geliefert. Logisch, dass die UEFA eine positive Bilanz zieht. Beachtlich ist auch die Summe, die der europäische Fußballverband eingenommen hat.

10.21 Uhr: ARD-Kommentar Gerd Gottlob blickt seinem ersten Finale bei einem großen Turnier mit einer Mischung aus "Vorfreude und Anspannung" entgegen. "Es ist eine Ehre, aber ich habe auch Respekt", sagte der 51-Jährige im SID-Interview.

Gottlob hätte sich auch über einen Finaleinzug von Deutschland gefreut. "Die Aufmerksamkeit dann wäre noch größer gewesen", sagte Gottlob, der bei der WM 1998 in Frankreich erstmals ein Livespiel kommentierte: "Bei 3Sat. Es war das Parallelspiel zum Gruppenfinale zwischen Belgien und Südkorea." Im Finale rechnet Gottlob mit einer engen Partie. "Die Franzosen haben sich im Turnierverlauf entwickelt. Portugal spielt sehr effektiv. Ich würde mich nicht wundern, wenn wir eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen sehen würden", sagte der NDR-Reporter.

9.48 Uhr: Die neunjährige Zoe Stehle aus Baden-Württemberg wünscht sich als Einlaufkind beim EM-Finale eine Begegnung mit Superstar Cristiano Ronaldo. Den Portugiesen drückt die Schülerin im Endspiel die Daumen - auch wenn die Vorfreude auf ihren großen Auftritt am Sonntag getrübt ist. Denn bis zum Halbfinale hatte Zoe auf Thomas Müller oder Bastian Schweinsteiger an ihrer Hand gehofft. Dieser Traum ist mit der deutschen 0:2-Niederlage gegen Frankreich geplatzt. „Ich bin noch immer sehr traurig“, sagte Zoe danach.

Am Tag vor dem Finale Portugal gegen Frankreich wollte die Neunjährige aus Überlingen am Bodensee mit ihrem Vater nach Paris reisen. Beworben hatte sie sich mit einem Videoclip, in dem sie singt und dribbelt - und das mit einem Gipsarm: Beim Fußballspielen hatte sie sich den Arm gebrochen. Organisiert wird die EM-Eskorte von der Fast-Food-Kette McDonald's. 17 Kinder aus Deutschland waren dieses Mal dabei. Zoe ist allerdings das einzige deutsche Kind, das beim Finale mitlaufen wird.

Portugal will keine Revanche für 2004

Portugal ist bereit für das EM-Finale.

9.20 Uhr: Portugals Nationalmannschaft will im EM-Finale gegen Frankreich aus Sicht von Ricardo Carvalho keine Wiedergutmachung für das verlorene Endspiel 2004 betreiben. „Ich sehe das Spiel nicht als Revanche“, sagte der Verteidiger der spanischen Zeitung „AS“. „Es ist schön, die Gelegenheit zu haben, einen Wettbewerb zu gewinnen, den wir auf so schmerzhafte Art und Weise verloren haben. Aber das ist die Vergangenheit und wir müssen in der Gegenwart leben.“

Carvalho war neben Cristiano Ronaldo als einziger Profi aus dem aktuellen Kader schon 2004 beim bitteren 0:1 gegen Griechenland in Lissabon dabei. „Jetzt ist die Zeit, an unsere Fehler von damals zu erinnern und daraus zu lernen“, forderte der Verteidiger. „Vielleicht waren wir damals zu selbstbewusst, weil wir zu Hause gespielt und Teams wie Spanien oder die Niederlande ausgeschaltet hatten.“

9.11 Uhr:  Portugals früherer Nationalspieler Deco sieht die Außenseiterrolle der Selecção als Pluspunkt im EM-Finale gegen Frankreich. „Ich glaube schon, dass dies ein Vorteil für Portugal sein wird - und hoffentlich auch den Heimvorteil der Franzosen aufwiegen kann“, sagte der 38-Jährige der Süddeutschen Zeitung am Samstag. 

Frankreich habe zwar mit Deutschland im Halbfinale „aktuell die weltweit überragende Mannschaft“ geschlagen. „Aber Fernando Santos ist ein sehr intelligenter Trainer, und ihm stehen Spieler von einem großen Niveau zur Verfügung“, sagte Deco. Er war 2004 beim 0:1 in Portugals bislang einzigem EM-Finale gegen Griechenland vor heimischem Publikum dabei. „Für mich persönlich war das die schlimmste Niederlage meiner ganzen Karriere“, erinnerte Deco.

9.00 Uhr: Ob Joachim Löw weiter macht oder nicht, ließ er offen. EM-Halbfinalteilnehmer Wales hingegen kann mit Coach Chris Coleman weiterhin planen. Aber nur noch zwei Jahre. Er wird seinen Posten spätestens nach der WM 2018 räumen. Der Vertrag des Fußballlehrers läuft bis zum Ende der Endrunde in Russland.

"Ich höre auf, ob wir uns qualifizieren oder nicht", so Coleman. Die Qualifikation beginnt für die Waliser mit einem Heimspiel in Cardiff gegen Moldawien am 5. September. Die anderen Gruppengegner sind Österreich, Serbien, Irland und Georgien.

8.00 Uhr : Guten Morgen, liebe Fußball-Fans. Heute steigt das Spiel um Platz, ach ne doch nicht. Ist ja keine WM. Im Fokus steht deswegen ausschließlich das EM-Finale Portugal gegen Frankreich. 

EM 2016: Vorbericht zum Samstag, 8. Juli

Am Sonntag um 21 Uhr steht Frankreich zum fünften Mal im Finale einer EM oder WM. Die französische Nationalmannschaft gewann beide EM-Endspiele und holte bei der Heim-WM vor 18 Jahren ebenfalls den Titel. Nur eines der bisher vier Finals ging verloren.

Geht es nach dem Wettanbieter bwin, ist Gastgeber Frankreich am Sonntag (21.00 Uhr/ARD) im Stade de France von St. Denis gegen Portugal favorisiert. Holt die Equipe Tricolore nach 1984 und 2000 den dritten EM-Titel, zahlt der Sportwettenanbieter das 2,00-Fache des Einsatzes zurück.

Den ersten Titelgewinn der Portugiesen belohnt das Unternehmen mit einer Quote von 4,60. Deutschland-Schreck Antoine Griezmann ist mit einer Quote von 1,01 erster Anwärter auf den Titel des Torschützenkönigs. Der Franzose führt die Rangliste mit sechs Toren an. Hier können Sie unseren Faktencheck zum Finale Frankreich gegen Portugal inklusive Quoten und Statistik nachlesen.

Auch Portugals Superstar Cristiano Ronaldo (Quote 34,00) und der Franzose Olivier Giroud (51,00) haben mit jeweils drei Treffern noch Chancen auf die Torjägerkrone.

Hier finden Sie unseren EM-Ticker vom Freitag.

pak/dpa/SID

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