EM-Qualifikation

DFB-Trainerin Jones feiert perfekten Einstand

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Das Trainer-Debüt von Steffi Jones ist geglückt.

Khimki -Erstes Spiel, erster Sieg: Das Debüt von Steffi Jones als neue Trainerin der deutschen Fußballfrauen verlief erfolgreich. In Russland spielte das Team der Olympiasiegerinnen souverän und gewann deutlich.

Steffi Jones ist ein perfekter Einstand als Bundestrainerin der deutschen Fußballfrauen gelungen. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gewann am Freitag das EM-Qualifikationsspiel gegen Russland in Khimki mit 4:0 (3:0).

Im ersten Match nach dem Goldmedaillen-Gewinn bei den Olympischen Spielen in Rio ging die DFB-Elf durch ein Eigentor von Xenia Zybutowitsch (7. Minute) mit 1:0 in Führung. Leonie Maier (14.), Kathrin Hendrich (25.) und Lena Petermann (78.) erzielten vor 500 Zuschauern die weiteren Treffer für die Mannschaft, die ohne eine ganze Reihe Stammspielerinnen antrat.

Am nächsten Dienstag spielt das deutsche Team, das sich die Teilnahme an der EM-Endrunde in den Niederlanden bereits frühzeitig gesichert hatte, zum Abschluss der EM-Qualifikation in Györ gegen Ungarn (16.00 Uhr). In Khimki konnte die DFB-Auswahl den siebten Sieg im siebten Qualifikationsspiel feiern.

Jones, die im Anschluss an die Olympischen Spiele die Nachfolge der früheren Bundestrainerin Silvia Neid angetreten hatte, schickte eine völlig neue Formation ins Rennen. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir haben einiges getestet und Eindrücke sammeln können", sagte Jones nach ihrem erfolgreichen Debüt. Die Trainerin hatte das Spielsystem auf ein 4-4-2 mit Raute umgestellt: "Wir haben erwartet, dass Russland tief steht, durch die Raute konnten wir mehr Überzahl schaffen."

Von den Spielerinnen, die im Olympia-Finale Schweden 2:1 besiegte hatten, gehörten in Russland nur Anja Mittag, Leonie Maier, Lena Goeßling und Svenja Huth der deutschen Startelf an. Die Essenerin Linda Dallmann feierte ihr Länderspiel-Debüt.

Im DFB-Tor vertrat Lisa Weiß die Stammkeeperin Almuth Schult und konnte sich mit einer Parade gegen Nadeschda Karpowa (6.) schnell auszeichnen. Abgesehen von dieser Situation kontrollierte die deutsche Mannschaft die Partie und ging kurz darauf in Führung. Die Russin Zybutowitsch verlängerte einen Kopfball von Lena Goeßling in Anschluss an eine Ecke unhaltbar ins eigene Tor.

Das spielfreudige Jones-Team überzeugte mit guten Kombinationen, agierte häufig über die Flügel und erarbeitete sich weitere Torchancen. Ein Zuspiel von Verena Faißt verwertete ihre Vereinskollegin Maier von Bayern München per Volleyschuss zum 2:0. Mit ihrem ersten Länderspieltor markierte die Frankfurterin Hendrich den Pausenstand. Im zweiten Abschnitt erhöhten die Russinnen ihre Angriffsbemühungen. Die Gäste blieben aber konzentriert und konnten ihren Vorsprung ausbauen.

Bundesliga-Torschützenkönigin Mandy Islacker vom 1. FFC Frankfurt sagte wegen einer Virusinfektion für die abschließenden EM-Qualifikationsspiele ebenso im Vorfeld ab, wie die verletzten Lina Magull, Felicitas Rauch, Simone Laudehr, Dzsenifer Marozsan und Pauline Bremer. Torhüterin Meike Kämper vom MSV Duisburg hatte sich im Abschlusstraining eine Knieverletzung zugezogen und am Freitag die Heimreise angetreten. Zudem erhielten Sara Däbritz, Melanie Leupolz (beide Bayern München) und Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) nach dem anstrengenden Sommer eine schöpferische Pause.

dpa

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