Geburtstagsgeschenk für Müller

FC Bayern feiert Torparty gegen Sparringspartner Rostow

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Die Sieger des Abends: die Spieler des FC Bayern München.

München - Schöner Geburtstag für Thomas Müller, auch wenn Doppel-Torschütze Joshua Kimmich beim lockeren Einstieg des FC Bayern in die Champions League der Mann des Abends war.

Der Jungstar konnte sich beim 5:0 (2:0) gegen den russischen Königsklassen-Neuling FK Rostow als zweifacher Torschütze (53./60. Minute) feiern lassen. Der 27 Jahre alte Fußball-Weltmeister Müller (45.+2) erzielte beim 13. Münchner Auftaktsieg nacheinander in Europas Eliteliga bereits seinen 37. Champions-League-Treffer. Das Führungstor hatte am Dienstagabend Topscorer Robert Lewandowski (27.) per Foulelfmeter markiert, Juan Bernat setzte schließlich den Schlusspunkt (90.).

Vor 70 000 Zuschauern musste der Titelanwärter gegen ultradefensive Gäste an einem lauen Spätsommerabend sein Potenzial nur sporadisch aufblitzen lassen. Die erste Herausforderung kommt auf das Team von Trainer Carlo Ancelotti in zwei Wochen zu, wenn es in Spanien beim letztmaligen Halbfinal-Bezwinger Atlético Madrid antreten muss.

FC Bayern leistet sich unnötige Fehler

Die Bayern waren den mäßig talentierten Russen hoch überlegen, hatten enorme Ballbesitzanteile - in der Chancen-Statistik wurden die Unterschiede aber erst nach der Pause deutlich. Lange leisteten sich die Münchner unnötige Fehler und Unkonzentriertheiten, das Kombinationsspiel wollte nur schwer in Schwung kommen.

Zumindest zwei der vier in die Startelf rotierten Profis konnten auf sich aufmerksam machen: Douglas Costa als Torvorbereiter, Kimmich gar als Torschütze. Der Youngster setzte damit zugleich seine Serie der Torpremieren fort. Nach dem ersten Länderspieltor und dem ersten Bundesligator ließ der eigentliche Defensivspezialist nun seine ersten beiden Champions-League-Treffer folgen.

Da spielte es auch keine Rolle, dass den Bayern gegen Rostow die letzte Entschlossenheit, die letzte Körperspannung fehlte. Ideen, wie man das russische Bollwerk mit acht defensiv eingestellten Profis spielerisch überwinden könnte, waren vor allem in Halbzeit eins absolute Mangelware. Stattdessen behalf sich das Star-Ensemble immer wieder mit hohen Flanken in den Strafraum der Gäste, die die Russen allerdings kaum einmal vor Probleme stellten.

Elfmeter sorgte für das erste Tor

So musste in diesem Spiel der großen Gegensätze pikanterweise ein grober Fehler des Außenseiters herhalten, um den Bayern zur Führung zu verhelfen. Übermütig riss Kapitän Alexander Gatskan seinen Gegenspieler Lewandowski in Ringermanier im Strafraum um - die Folge: Strafstoß. Ein Geschenk für den Polen, der die Chance zum 1:0 selbst annehmen wollte und sein erstes Elfmetertor für die Bayern in der Königsklasse überhaupt erzielte. Zugleich war es im fünften Pflichtspiel der jungen Saison bereits sein achter Treffer.

Abgesehen von einer Kopfballchance durch Mats Hummels (39.), der bei der Aktion von Miha Mevlja im Gesicht erwischt wurde und behandelt werden musste, blieb das bis zunächst die einzige gelungene Aktion.

In der Nachspielzeit allerdings legten die Bayern noch mal nach. Über den freigespielten David Alaba gelangte der Ball in die Mitte, wo Müller reaktionsschnell parat stand und seine Führung in der ewigen Statistik als erfolgreichster deutscher Königsklassen-Schütze ausbaute. Die Zeit danach gehörte vor allem Kimmich, der mit viel Offensiveifer erst mit links nach einer Costa-Flanke traf und dann per Kopf eine Hereingabe von Juan Bernat sehenswert versenkte.

Kurz vor Schluss konnte auch noch Manuel Neuer sein Können zeigen, als er den Kopfball von Alexander Erochin glänzend parierte (85.), ehe Juan Bernat den fünften Bayern-Treffer folgen ließ.

dpa

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