MAINZ - Unmittelbar nach dem Schlusspfiff wurde Last-Minute-Siegschütze Lukasz Piszczek unter einer Traube seiner Mannschaftskollegen beinahe begraben und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke stürmte ausgelassen auf den Rasen. Nach dem 2:1 (0:1) beim FSV Mainz 05 machte der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund aus seiner Erleichterung keinen Hehl.

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Schrei der Freude: Lukasz Piszczek (Dritter von links) und seine Teamkollegen.
Von Holger Luhmann
„Das war ein Sieg der Moral. Dieser Erfolg war enorm wichtig und setzt nun hoffentlich neue Kräfte frei“, sagte Nationalverteidiger Mats Hummels.
Die Dortmunder hoffen indes, dass diese Emotionen mit dem Befreiungsschlag von Mainz der Vergangenheit angehören. „Wir hatten vielleicht so etwas wie eine Ergebnisproblematik, aber wir haben die Ruhe bewahrt“, sagte Watzke. Manager Michael Zorc glaubt, dass der Erfolg „neues Selbstvertrauen freisetzt“. Doch Hummels warnte: „So wie zuletzt zwei Niederlagen nicht eine ganze Saison verkorksen, ist jetzt nicht alles gut.“ Nun müsse der BVB in der Champions League am Mittwoch bei Olympique Marseille sowie am nächsten Wochenende in der Liga gegen den FC Augsburg nachlegen.
Vor 34 000 Zuschauern in der ausverkauften neuen Mainzer Arena zeigten die Dortmunder Tugenden wie Erzrivale Bayern München. Nach dem Rückstand durch das spektakuläre und kuriose erste Bundesligator von Nicolai Müller, der in der 33. Minute einen Tag vor seinem 24. Geburtstag im Sitzen traf, ließ sich der BVB nicht aus der Bahn werfen. Mit dem Glauben an die eigene Stärke und Glück sorgten die Gäste für die Wende, die nun auch stellvertretend für die Wende zum Guten in der laufenden Saison stehen soll.
Allerdings schwankte Dortmunds Leistung noch zwischen Licht und Schatten. Das galt auch für Mario Götze, der nach seiner Rot-Sperre wieder mit dabei war und für den Zorc „mehr Schutz“ von den Schiedsrichtern einforderte. „Er wurde mehrmals hart gefoult. Ich wünsche mir, dass so ein kreativer Spieler wie Mario mehr geschützt wird“, sagte Zorc.
„Erleichtert“ war unterdessen vor allem Piszczek, der das 0:1 durch einen katastrophalen Querpass eingeleitet hatte. „Von der Dramaturgie her war das doch super“, sagte Watzke mit einem Lächeln. Im wahrsten Sinn des Wortes befreit ist Piszczek auch deshalb, weil seine Strafe wegen der Beteiligung am Manipulationsskandal in seiner polnischen Heimat zuletzt auf Bewährung ausgesetzt wurde.
Neue Hoffnungen macht dem BVB auch das Comeback von Lucas Barrios. Der Angreifer stand nach seinem Muskelbündelriss erstmals in dieser Saison wieder im Kader und wurde in der 74. Minute eingewechselt. Ein Einsatz von Beginn an kommt in Marseille für Barrios aber noch zu früh. „Wir werden ihn behutsam wieder zu alter Stärke führen“, sagte Klopp. - dapd
| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 55 | 81 |
| 2 | FC Bayern | 77:22 | 55 | 73 |
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 30 | 64 |
| 4 | Mönchengladbach | 49:24 | 25 | 60 |
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 8 | 54 |
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 17 | 53 |
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | -4 | 48 |
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | -13 | 44 |
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | -9 | 42 |
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | -11 | 42 |
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | -6 | 41 |
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | -16 | 40 |
| 13 | FSV Mainz 05 | 47:51 | -4 | 39 |
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | -13 | 38 |
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | -22 | 36 |
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | -26 | 31 |
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | -36 | 30 |
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | -30 | 23 |
für den 34. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| 1. FC Nürnberg | Bayer Leverkusen | 1:4 |
| 1. FC Köln | FC Bayern | 1:4 |
| Werder Bremen | FC Schalke 04 | 2:3 |
| FC Augsburg | Hamburger SV | 1:0 |
| Borussia Dortmund | SC Freiburg | 4:0 |
| Hannover 96 | 1. FC Kaiserslautern | 2:1 |
| Hertha BSC Berlin | 1899 Hoffenheim | 3:1 |
| VfB Stuttgart | VfL Wolfsburg | 3:2 |
| FSV Mainz 05 | Mönchengladbach | 0:3 |



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