DORTMUND ▪ Das Ende der Winter-Transferperiode löst beim Bundesliga-Zweiten Borussia Dortmund große Erleichterung aus, vor allem bei Trainer Jürgen Klopp.

Von Peter Schwennecker
„Dieser 31. Januar ist der größte Dreckstag im Profi-Fußball“, wettert der BVB-Coach. „Da wittern in den letzten eineinhalb Stunden noch irgendwelche Vereine das große Geschäft.“
Lucas Barrios will nun einen neuen Anlauf nehmen, den an den zuletzt überragenden Robert Lewandowski verlorenen Stammplatz im Dortmunder Sturmzentrum zurück zu erobern. „Dass er zuletzt mit der persönlichen Situation, gerade bei seiner Qualität, bei uns nicht zufrieden war, dafür habe ich großes Verständnis“, beteuert Klopp. Nach der Demission von Zidan stehen beim BVB aber nur noch zwei echte Spitzen unter Vertrag. Deshalb sollen ab sofort Terrence Boyd, ein 21-jähriger Deutsch-Amerikaner, der in 16 Regionalligaspielen für Dortmund bereits zehn Tore erzielte, und das erst 17-jährige Talent Marvin Ducksch aus der eigenen A-Jugend öfter am Training der Profis teilnehmen. „Wir müssen sie langsam an höhere Aufgaben heranführen“, sagt der Fußball-Lehrer.
Der freut sich nach seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2016 darüber, sowohl sportlich als auch privat langfristig planen zu können. „Fußball-Trainer sind ja eigentlich Nomaden, die oft darüber nachdenken, ob sie überhaupt ihre Familien mitnehmen sollen. Wir fühlen uns in Dortmunder so richtig wohl, deshalb musste ich überhaupt nicht überlegen, als das Angebot kam“, sagt Klopp. Und dass der BVB seinen Kontrakt nur deshalb verlängerte, um einen möglichen Wechsel zu einem anderen Klub teurer zu machen, weist der 45-Jährige entschieden zurück: „Ich hatte fest vor, meinen Vertrag bis 2014 zu erfüllen. Und das werde ich jetzt auch bis 2016 tun.“
Feste sportliche Marken will er dabei allerdings nicht setzen. „Wir haben keine Vorgaben, außer, dass wir die Mannschaft soweit stabilisieren wollen, dass wir nicht auseinander brechen, wenn wir mal den einen oder anderen Spieler verlieren“, erklärt der Trainer. „Und wir wollen uns so aufstellen, dass wir uns in jedem Jahr zumindest für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Um erfolgreich zu sein, müssen andere Meister werden, für uns wäre ein Titel lediglich das I-Tüpfelchen auf eine gute Saison.“
| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 55 | 81 |
| 2 | FC Bayern | 77:22 | 55 | 73 |
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 30 | 64 |
| 4 | Mönchengladbach | 49:24 | 25 | 60 |
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 8 | 54 |
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 17 | 53 |
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | -4 | 48 |
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | -13 | 44 |
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | -9 | 42 |
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | -11 | 42 |
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | -6 | 41 |
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | -16 | 40 |
| 13 | FSV Mainz 05 | 47:51 | -4 | 39 |
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | -13 | 38 |
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | -22 | 36 |
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | -26 | 31 |
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | -36 | 30 |
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | -30 | 23 |
für den 34. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| 1. FC Nürnberg | Bayer Leverkusen | 1:4 |
| 1. FC Köln | FC Bayern | 1:4 |
| Werder Bremen | FC Schalke 04 | 2:3 |
| FC Augsburg | Hamburger SV | 1:0 |
| Borussia Dortmund | SC Freiburg | 4:0 |
| Hannover 96 | 1. FC Kaiserslautern | 2:1 |
| Hertha BSC Berlin | 1899 Hoffenheim | 3:1 |
| VfB Stuttgart | VfL Wolfsburg | 3:2 |
| FSV Mainz 05 | Mönchengladbach | 0:3 |



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