Shootingstar Holzschuh kommt zum Renntag

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Jochen Holzschuh im Gespräch mit dem Sportlichen Leiter des Rennvereins, Detlef Orth.

Drensteinfurt -  Zum lebenden Inventar des Renntags im Erlfeld zählt seit mehreren Jahren der groß in Mode gekommene Trabertrainer- und Fahrer Jochen Holzschuh. Wenn Drensteinfurt zum alljährlichen Meeting ruft, ist er immer einer der Ersten, die sich in die Starterlisten einschreiben.

Mit voll beladenem Transporter wird sich Holzschuh am Sonntag, 21. August, auf den Weg von der Columbus-Farm in Dülmen ins münsterländische Drensteinfurt machen. Der gebürtige Schwabe reist in diesem Jahr nicht nur an, um einmal mehr zum Mann des Tages zu avancieren oder die lukrativen Ehrenpreise abzusahnen – nein, er spekuliert einmal mehr auf den zum zweiten Male ausgetragenen „Drensteinfurter Fahrercup“. Den hatte sich der 41-Jährige nämlich im vergangenen Jahr erstmals mit Vorsprung an die Fahnen geheftet und durfte die 500-Euro-Siegprämie mitnehmen.

Überhaupt liebt es Holzschuh, auf den ländlichen Bahnen an den Start zu gehen. So ist er in diesem Jahr bereits in Karlsruhe, Sonsbeck, Stove, Hamburg-Horn und Hooksiel angetreten – durchweg mit großem Erfolg. Mit fünf Siegen dominierte der im Erstberuf gelernte Schreiner die Hooksieler Rennserie. Holzschuh weiß immer wieder, seine Pferde für die Grasbahnen bestens zu präparieren. Und wenn mal Not am Mann ist, dann steigt der geschätzte 60-Kilo-Profi gelegentlich auch noch in den Sattel, um an Trabreiten teilzunehmen.

Seit Holzschuh mit seinen Pferden auf der Columbus-Farm stationiert ist, läuft es in seinem Team wie geschmiert. So zeichnet er mittlerweile für fast 40 Pferde verantwortlich, kommt insbesondere mit schwierigen und rennbahnmüden Kandidaten gut zurecht und gilt insbesondere im westlichen Raum derzeit als Shootingstar, der 2015 bereits auf Platz acht und damit in den Top Ten bei den Berufsfahrern landete und keinen Geringeren als den einstigen Dauerchampion Heinz Wewering mit seinen 40 Siegen hinter sich ließ.

In diesem Jahr könnte vielleicht sogar noch ein besseres Resultat ins Haus stehen, denn mit Stand vom 9. August hat der Ex-Schwabe 20 Siege auf seinem Konto und rangiert damit auf Rang sechs Berufsfahrerstatistik. Und so könnte in absehbarer Zeit ein Jubiläum ins Haus stehen. Bei bislang 4238 Starts überfuhr er 457 Mal als Sieger die Ziellinie. Des Weiteren landete Holzschuh 1814 Mal auf einem dotierten Rang, was unter dem Strich bedeutet, dass die von ihm gefahrenen Pferde mittlerweile über 900 000 Euro an Gewinnprämien in den Stall zurückbrachten.

Einen Renntag hat Holzschuh, der überhaupt aus einer traberfreundlichen Familie stammt, ganz besonders in Erinnerung. Mit „Commander Columbus“, „Amiral de Retz“ und „Firefox“ ging er am 21. Januar des vergangenen Jahres in Gelsenkirchen gleich drei Mal in den Winner-Circle, was auch nicht alle Tage passiert. „Wünschen wir ihm, wie auch allen weiteren Teilnehmern, ein gutes Gelingen“, so Detlef Orth, der Sportliche Leiter des Rennvereins Drensteinfurt. - da

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