Turnier des RVD vor allem am ersten Tag verregnet

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Lara Overmann vom RV Drensteinfurt überzeugte auf „Lawinja“ im Mannschaftsspringen.

Drensteinfurt - Das war harte Arbeit. Der Regen hatte den Veranstaltern des Reitturniers in Drensteinfurt den ganzen Samstag über richtig zu schaffen gemacht. Das Wasser stand im Parcours und machte Teilnehmern und Helfern das Leben schwer.

Auch am Sonntag waren Helfer und Reiter noch gefordert. Weil der Boden völlig durchgeweicht war, machten sich die meisten Teilnehmer gar nicht erst die Mühe, bis zum für sie vorgesehenen Parkplatz zu fahren und stellten ihre Gespanne schon weit vor dem Turniergelände ab. Immer wieder mussten die Trecker aushelfen. Der 1. Vorsitzende des RVD, Andreas Kurzhals, war am Sonntag dennoch relativ gelassen. Ändern kann auch er das Wetter nicht, mit seinem Team versuchte er aber, die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen. Was auch gelang.

„Aber ich hoffe, dass heute nicht so viele kommen“, machte sich der Turnierleiter so seine Gedanken. Das schlechte Wetter hielt viele Reiter ab. Was auf den ersten Blick negativ ist, kam der Veranstaltung am Sonntag zugute: Ein großer Andrang an Teilnehmern hätte die Veranstalter vor mehr Probleme gestellt als nötig. „So reguliert sich das von selbst“, nahm es Kurzhals hin. Alles sei viel entspannter.

Wenige fehlerfreie Ritte im Springen

Die schweren Bedingungen waren auch den Paaren im Parcours anzumerken. Nur wenige fehlerfreie Ritte gab es in den Springprüfungen. Die letzte Prüfung des Sonntags, ein M*-Springen, machte da keine Ausnahme. 

Am besten kam Torben Kurzhals, der schon zuvor für tolle Ergebnisse aus Sicht des Gastgebers gesorgt hatte (u.a. Sieg im L-Springen), mit dem tiefen Geläuf zurecht. Mit „Nekko“ leistete sich der erst 15 Jahre alte Springreiter zwar einen Abwurf, kam in 60,04 Sekunden aber als vorletztes der zwölf Paare mit Abstand am schnellsten durch den Parcours. 

Sommerturnier des Reitvereins Drensteinfurt

Über sechs Sekunden mehr brauchte Tanja Volkmann (RFV St. Georg Werne) mit „Ramses“, um auf Platz zwei zu reiten, eine weitere halbe Sekunde dahinter reihte sich Immo Peltzer (RFV von Nagel Herbern) mit „Antonia“ auf Rang drei ein. Für alle drei Paare wurden vier Strafpunkte für je einen Abwurf notiert.

Eine wichtige Prüfung im Rahmen des Drensteinfurter Turniers am Merscher Weg ist das Mannschaftsspringen. Dieses Springen wird auf A*-Niveau ausgetragen und hat eine Tradition im Altkreis Lüdinghausen. Den Tagessieg schnappte sich der auch in der Gesamtwertung führende LZRFV Seppenrade, dem als einzigen der fünf Mannschaften zwei fehlerfreie Ritte gelangen. Das wirkte sich aufs Ergebnis aus, für das die jeweils drei besten Ritte gewertet wurden: Mit vier Strafpunkten und 166,64 Sekunden siegten die Seppenrader vor dem RFV St. Hubertus Ascheberg (12/154,43) und dem RFV Senden (13,75/186,14). Rang vier mit 21,50 Strafpunkten in 183,84 Sekunden ging an den Gastgeber Drensteinfurt. Auch dank Lara Overmann, die als Schlussreiterin in 55,96 Sekunden sehr schnell, vor allem aber fehlerfrei war.

Niklas gewinnt Wertungsprüfung

Hubert Niklas vom RVD gewann auf „Lawinja“ die Wertungsprüfung zum Oldie-Cup vor Wilhelm Zumdiek (RV Albersloh).

Am Samstag hatte Torben Kurzhals das Stilspringen der Klasse L mit „Zafiro“ eröffnet und für seine Runde die Wertnote 7,4 erhalten. Die Führung des heimischen Paares hatte für einige Zeit Bestand, dann zog Judith Erdmann (RFV St. Georg Werne) mit „Prinz“ und der Wertnote 8,0 vorbei. Für dieses Paar war das der Sieg, als letztes Starterpaar überholte auch Katharina Schulze Balhorn (RFV Sendenhorst) mit „Lacordia“ und der Note 7,5 den Drensteinfurter.

Prominenten Besuch aus Lüdinghausen gab es in der Dressurhalle. Dort stellte Jill-Marielle Becks – vor Kurzem noch verteidigte sie ihren Titel beim Preis der Besten in Warendorf – „Chicito“ in einer Dressurpferdeprüfung vor und holte mit dem fünfjährigen Westfalen prompt die Siegerschleife ab.

In die Nachbarschaft gingen die Siege in den beiden Abteilungen der Dressurreiterprüfung der Klasse L: Mit Nadine Teupe auf „Pay Noser“ und Anja Rehbaum auf „Laomeda“ gingen die Schleifen an den RV Albersloh. Sylvia Schöne und „Nesquick WZ“ steuerten in der L*Dressur den dritten Erfolg für die Ortsnachbarn bei. - rp

Alle Ergebnisse unter www.turniere-neu-sue.de

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