Traber „Secret Boy“ gelingt in Chartres großer Wurf

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„Secret Boy“ siegte.

Drensteinfurt - „Secret Boy“ vom Stall Drensteinfurt fuhr ins 90 Kilometer südwestlich von Paris gelegene Chartres – und feierte seinen 23. Erfolg.

Das kleine Städtchen in der Region Centre-Val de Loire hat nicht nur die 1140 Jahre alte Kathedrale „Notre Dame von Chartres“ zu bieten, sondern auch noch eine Trabrennbahn, „die allen Traberfans über die französische Grenze hinaus ein Begriff ist“, so Detlef Orth, der Sportliche Leiter des Rennvereins Drensteinfurt.

Der Stewwerter Wallach, der sich unlängst in La Capelle in einem hoch dotierten Trabreiten versucht hatte und mit einem zweiten Platz nach Hause gekommen war, wurde im „Prix des Etablissements Duret-Materiel“ erneut vom französischen Spitzenfahrer Eric Raffin aufgeboten. Trainer Appie Bosscha, der keine Rennen mehr fährt, bewies mit der Fahrerwahl einmal mehr ein goldenes Händchen. Die Prüfung führte über die Rennstrecke von 2800 Metern und nach der vorzeitigen Streichung von „Tegeve du Mont“ gingen noch 15 Pferde auf die Reise. Das Tageshauptereignis für die beste Garnitur war mit 28 000 Euro dotiert, wovon allein 12 600 Euro auf den Sieger ausgeschrieben waren.

Dass der in Ascheberg bei Heinrich Platvoet geborene „Allison Hollow“-Spross ein ausgezeichneter Bänderstarter ist, hatte der Drensteinfurter schon des Öfteren unter Beweis gestellt. Er legte gleich in der Startphase los wie die Feuerwehr und setzte sich umgehend vor das große Feld. „Raffin bescherte seinem ,Secret Boy‘ an den Latten eine ruhige Fahrt, schaute sich permanent nach seinen Hauptgegnern um, von denen sich allerdings einige in der Startphase nach Galoppaden verabschiedet hatten“, so Orth.

Gewinnsumme bei 97 000 Euro

Mit Erreichen der Endgeraden gab Raffin dem auf 54:10 heruntergewetteten Mitfavoriten den Kopf frei. „Der ging ab wie Schmidts Katze und gewann mit dem berühmten ,Finger in der Nase‘“, meinte Orth. Es sei ein Sieg gewesen, der alle Experten überzeugt habe, die einhelliger Meinung sind, dass dieser Volltreffer im Land der Trikolore nicht der einzige bleiben werde. Bei seinem 23. Erfolg reichten „Secret Boy“ 1:16,60 Minuten für den Durchschnittskilometer. „Hätte Gefahr gedroht, wäre auch eine deutlich schnellere Zeit drin gewesen“, so Orth. Mit diesem Coup krönte der Stall Drensteinfurt eine ereignisreiche Woche, nachdem „Casanova d’Amour“ in Dinslaken einen erfolgreichen Einstand gegeben hatte (der WA berichtete).

Mit diesem „Husarenstück“, wie es Detlef Orth bezeichnete, schraubte „Secret Boy“ seine Lebensgewinnsumme auf 97 000 Euro und zählt aktuell zu den erfolgreichsten deutschen Trabern. - da

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