Triumph des Debütanten „Casanova d'Amour"

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Setzten sich auf der Dinslakener Trabrennbahn an die Spitze und gewannen: „Casanova d’Amour“ und Fahrer Jochen Holzschuh.

Drensteinfurt -  Auf der Dinslakener Trabrennbahn ging bei herrlichem Sommerwetter der NRZ-Pokal über die Bühne. In dessen Rahmenprogramm gab der Neuerwerb des Stalls Drensteinfurt, der vierjährige Traberwallach „Casanova d’Amour“, seinen Einstand im Renngeschehen – mit großem Erfolg.

Der von Heinrich Platvoet gezogene Traber mit französischer Abstammung hatte sich erst Mitte Mai in Mönchengladbach für den Rennbetrieb qualifiziert, präsentierte dort in 1:20,4 eine genügende Zeit und durfte somit erstmals an einem offiziellen Rennen teilnehmen. „Jochen Holzschuh, der auf der Columbus Farm in Dülmen eine Trainieranstalt unterhält, hatte den Vierjährigen im November ins Training bekommen, über weite Strecken aber seine liebe Müh mit dem Stewwerter, der sich zunächst überhaupt nicht für sein Metier interessierte und sich als problematischer Bursche entpuppte“, so der Sportliche Leiter des Rennvereins Drensteinfurt, Detlef Orth. Doch je mehr es auf den Frühling zuging, desto lernwilliger habe sich „Casanova d’Amour“ gezeigt. Somit wurde er für den „Preis der German Tote Service- und Beteiligungs GmbH“ gemeldet.

„Casanova“ traf gleich bei seinem Erstauftritt mit „Go Go Jolien“ auf eine frische Siegerin, die nach schneller Qualifikationszeit in den Niederlanden umgehend hatte punkten können. „Nach unterwegs sehr flauer Fahrt entschied sich Holzschuh mit seinem Schützling frühzeitig für die zweite Spur, was normalerweise immer ein Handicap darstellt, in diesem Fall aber die richtige Wahl war“, so Orth. Der „Roc de Montfort“-Sohn habe diese Rennlage mühelos weggesteckt und im Schlussbogen den lange führenden Piloten regelrecht gegen die Wand gedrückt. In der Endgeraden zog der „Herzensbrecher“ endgültig nach vorne, mobilisierte auch gegen die spät, aber chancenlos attackierende „Go Go Jolien“ immer wieder neue Reserven und schlug auf der Ziellinie als Erster an. Da „Casanova d’Amour“ aufgrund seiner noch mangelnden Routine auf den letzten 200 Metern etwas die gerade Linie verlor, sah sich die Rennleitung zwar noch einmal genötigt, eine Überprüfung des Rennverlaufs einzuleiten, gab wenige Minuten später aber den Debütanten als Sieger bekannt.

Da alle Favoriten letztendlich unter sich waren, durfte der Bahnsprecher nur magere Quoten bekannt geben. Auf den Sieg von „Casanova d’Amour“ gab es nicht einmal doppeltes Geld, und auch die Kombinationswetten fielen mit 69:10 (Zweierwette) und 295:10 (Dreierwette) recht spärlich aus.

„,Casanovas‘ Zieh-Bruder ,Secret Boy‘“, so Orth, wurde vor Kurzem Zweiter im französischen La Capelle und habe sich dort in einem mit 33 000 Euro dotierten Trabreiten mit Bravour präsentiert. Und er versucht sich aller Voraussicht nach in der kommenden Woche erneut im Land der Trikolore, genauer gesagt auf der Rennbahn in Chartres. - da

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