SVD vor dem Kellerduell: Kolobaric geht volles Risiko

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Sven Grönewäller (Mitte) und der SV Drensteinfurt holen in den Trainingseinheiten derzeit nach, was vor Saisonbeginn zu kurz kam. Die Gefahr, dass Spieler mit schweren Beinen ins Spiel gehen, ist gegeben.

Bezirksliga 7, BW Dedinghausen – SV Drensteinfurt (Sonntag, 15 Uhr). Die Lage bei den Stewwertern ist durchaus ernst, das weiß auch Trainer Ivo Kolobaric - und geht deshalb volles Risiko. 

Als Schlusslicht und ohne einen Zähler auf dem Konto reist der SVD zum Kellerduell gegen den Drittletzten Dedinghausen. „Wir müssen unbedingt Punkte holen“, fordert der Trainer, der im Erlfeld bereits seit acht Jahren das Sagen hat. 

Die Voraussetzungen für ein erstes Erfolgserlebnis verbessern sich laut Kolobaric wöchentlich. „Wir waren an den ersten Spieltagen nicht fit, haben jetzt im Training aber richtig Gas gegeben “, erklärt er. Nachdem zunächst die Grundlagen im Ausdauerbereich gelegt wurden, verordnete der SVD-Trainer seinem Team in dieser Woche Übungen für Spritzigkeit und Schnelligkeit. 

Erfahrene Säulen fallen erneut aus

„Wir gehen volles Risiko. Es kann sein, dass einige Jungs am Wochenende schwere Beine haben“, räumt Kolobaric ein. Alles, was in der eigentlichen Vorbereitungszeit – vor allem aufgrund mangelnder Trainingsbeteiligung – versäumt wurde, soll jetzt in bis zu vier Einheiten pro Woche und im Eiltempo nachgeholt werden. 

Beim Aufsteiger in Dedinghausen, der bislang einen Dreier holte, fehlen dem SVD erneut zwei erfahrene Säulen: Michel Eising und Oliver Logermann stehen nicht zur Verfügung. Zudem fallen Jan Wiebusch und Nico Weichenhain aus. „Es wird wieder eine ziemlich junge Truppe auf dem Platz stehen“, sagt Kolobaric. 

"Ich erwarte Tore von Ercan"

Sorgen bereitet ihm dieser Umstand nicht, eine ähnliche Formation habe schließlich am vergangenen Freitag gegen Sendenhorst „60 bis 70 Minuten guten Fußball gespielt“. Trotzdem setzte es im Nachbarschaftsduell gegen die SG eine klare 0:4-Niederlage. Auffällig war dabei vor allem die ungefährliche Offensivabteilung, die in den entscheidenden Momenten die Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ. 

„Das ist schwer zu trainieren“, hadert der Trainer der Stewwerter. „Wir brauchen einfach mehr Chancen als in der vergangenen Saison.“ Hoffnungen setzt Kolobaric in Neuzugang Ercan Taymaz, der in der abgelaufenen Spielzeit für den Hammer A-Ligisten TuS Uentrop 47 Treffer erzielte. „Er hat in dieser Saison gute Bewegungen gezeigt, aber ich erwarte von Ercan, dass er Tore schießt“, so Kolobaric.

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