2017 ist Schluss

Kolobaric hört als Trainer des SV Drensteinfurt auf

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Der 45-jährige Münsteraner Ivo Kolobaric räumt den Platz auf der Trainerbank des SVD nach acht Jahren.

Drensteinfurt - Seit 2009 ist Ivo Kolobaric Trainer der SVD-Fußballer. 2017 ist Schluss. Dass der Münsteraner nach acht Jahren in Drensteinfurt aufhören wird, ist keine Überraschung, der Zeitpunkt der Verkündung dagegen schon.

„Ich habe mich vor einem Monat entschieden“, sagte Kolobaric am Dienstag auf Anfrage dieser Zeitung. „Ein neuntes Jahr wäre zu viel. Ich habe das Gefühl, dass alle Ziele, die ich hatte, erfüllt sind.“ Kolobaric hatte die erste Mannschaft des SVD nach seinem Engagement beim TuS Ascheberg im Jahr 2009 von Reinhard Zumdick übernommen und 2012 in die Bezirksliga geführt, wo sich die Stewwerter etabliert haben. Und „wir haben sieben, acht gute Bezirksliga-Spieler aus Drensteinfurt im Kader. Da kann man sagen, dieses Ziel ist auch erreicht“, erklärt der 45-Jährige und nennt Markus Fröchte (21 Jahre), Dennis Popil und Nico Weichenhain (beide 19) als Beispiele. Alle drei standen zuletzt beim Heimspiel gegen den TuS Germania Lohauserholz (4:2) in der Startelf und „waren mit die Besten auf dem Platz“, lobt der Coach.

„Wollen jedem zeigen, dass wir besser sind“

Seine Entscheidung, im Sommer den Platz auf der Trainerbank zu räumen, habe mit dem bisherigen Saisonverlauf nichts zu tun, versichert Kolobaric. „Ich habe mit diesem Start gerechnet und voll Lust auf die Saison.“ Der SVD war mit drei Niederlagen gestartet und hat sich durch sechs Siege in Serie mittlerweile auf Tabellenplatz fünf vorgearbeitet. Das Ziel, unter die ersten fünf zu kommen, bleibe bestehen. „Wir wollen jeder Mannschaft zeigen, dass wir besser sind“, sagt Ivo Kolobaric und fügt – angesprochen auf einen möglichen Landesliga-Aufstieg – hinzu: „Wenn es passiert, passiert es.“

Alexander Moos, Obmann der Seniorenfußballer, wusste von Kolobarics Entschluss. Ihn hatte der Münsteraner im Vorfeld ebenso informiert wie den 1. Vorsitzenden Werner Schmidt, Geschäftsführer Uwe Heinsch und den spielenden Co-Trainer Oliver Logermann. „Ich kann seine Entscheidung nachvollziehen. Acht Jahre sind eine ungewöhnlich lange Zeit. Er will einfach mal was Neues sehen und machen“, sagt Moos. „Und die Jungs sollen mal einen anderen Trainer sehen.“ Bei der Suche nach einem Nachfolger habe der SVD keinen Zeitdruck. „Wenn es optimal läuft, haben wir in der Winterpause etwas zu verkünden“, sagt Moos, der selbst „kein Fan von Spielertrainern“ ist.

Vielleicht wird die Trainerfrage ja sogar intern gelöst. Kolobaric jedenfalls kann sich Logermann „gut“ als seinen Nachfolger vorstellen. „Er hat die Akzeptanz in der Mannschaft und die soziale Kompetenz“, sagt der Kroate über seinen 31 Jahre alten Assistenten, der im Besitz der B-Lizenz ist. „Aber das muss der Vorstand entscheiden.“ Auch der Fußball-Obmann schließt die Option Logermann nicht aus. „Wir werden mit Oli sprechen“, sagt Moos.

„Das muss ich erst mal verkraften“

Ob Kolobaric schon was Neues in Aussicht habe oder eine Pause einlege? „Es gibt Möglichkeiten in beide Richtungen“, sagt der Trainer. „Etwas Konkretes habe ich noch nicht.“ Ohnehin ist die Saison noch lang. Sollte es keine vorzeitige Trennung geben, wird Kolobaric noch bei 23 Liga-Spielen des SVD an der Seitenlinie stehen. „Das wird am Ende ein komisches Gefühl. Das muss ich erst mal verkraften“, gibt er zu.

Emotional wird es sicherlich schon am kommenden Sonntag wieder. Um 15 Uhr treten die Drensteinfurter zum Spitzenspiel beim Tabellenführer Türkischer SC Hamm im Unionstadion an.

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