Hannes Wulfert fehlen nur Zentimeter

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Hannes Wulfert (links) musste sich in Oberhausen nur knapp geschlagen geben und wurde Zweiter.

Mersch - Hannes Wulfert, der seit Ende des vergangenen Jahres unter der Lizenz des RSC Werne fährt und sich im Winter hart auf die neue Saison vorbereitet hatte, nahm am Internationalen Rück XXXL Radrennen in Oberhausen teil.

Der 14-Jährige startete beim Wettbewerb der unter 17-Jährigen als einer der Jüngsten bei nasskaltem Wetter und 13 Grad. Auf dem vier Kilometer langen Rundkurs, in dem eine etwa 300 Meter lange Steigung mit durchschnittlich 13 Prozent enthalten war, waren 40 Kilometer zurückzulegen.

„International geht es hier wirklich zu. Es sind viele starke Fahrer aus Holland da und sogar Leute aus Hamburg. Ich gehe mal davon aus, dass ein hohes Tempo gefahren wird“, sagte der Merscher vor dem Start. Er absolvierte die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h. Besonders an der Steigung wurde das Tempo durch die holländischen Fahrer hochgehalten. Nach 30 Kilometern gelang es Wulfert, sich kurzzeitig mit vier Konkurrenten vom Hauptfeld abzusetzen. „Die Gruppe hat aber nach zwei bis drei Kilometern nicht mehr zusammengearbeitet, weil sich einer geweigert hat, seine Führung zu fahren“ so Wulfert.

In der letzten Runde griff am Berg noch einmal ein Holländer an, um einen kleinen Vorsprung ins Ziel zu retten, was ihm aber nicht gelang, da das Hauptfeld ihn auf den letzten zwei Kilometern einholte. Der 14 Jahre junge Radsportler des RSC Werne stellte sich also auf einen Massensprint ein. Wulfert, der, als es auf die lange Zielgerade ging, an sechster Position fuhr, hielt sich am Hinterrad eines Konkurrenten auf, sprintete auf den letzten 150 Metern los und fuhr nur ein paar Zentimeter hinter einem Teilnehmer aus Gütersloh über die Ziellinie.

„Ich wusste, dass ich in der letzten Runde in der Steigung gut positioniert sein musste, da man in der Abfahrt kaum noch Positionen gutmachen konnte – und das gelang mir echt gut“, sagte Wulfert. „Auf der Zielgeraden war ich kurzzeitig eingeklemmt und dachte, ich komme gar nicht mehr raus und das Rennen wäre gelaufen, aber dann ging links von mir eine Lücke auf, die ich genutzt habe. Fast 60 km/h habe ich im Sprint geknackt – das spricht dafür, dass sich das harte Wintertraining gelohnt hat.“ Ein wenig ärgerlich sei gewesen, dass ihm nur ein paar Zentimeter zum Sieg fehlten. „Aber es kommen diese Saison noch genug Chancen, um den zweiten Platz zu toppen“, sagte der Merscher nach der Siegerehrung. - da

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