SVD trotzt dem Tabellenzweiten ein Remis ab

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Markus Fröchte (links) und die Hintermannschaft des SV Drensteinfurt hatten TuS-Torjäger Timo Hilse im Griff.

Drensteinfurt - Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – TuS Germania Lohauserholz: 0:0. Nach einer unterirdischen ersten und einer unterhaltsamen zweiten Halbzeit waren sich beide Seiten einig. Einen Sieger hatte das Duell zwischen den Fußballern des SVD und dem Tabellenzweiten aus Hamm nicht verdient.

Von daher sprach Drensteinfurts Co-Trainer Klaus Heine von einem „gerechten Ergebnis“. Lohauserholz-Coach Michael Scheffler stimmte zu: Mit dem Remis – schon das Hinspiel endete torlos – könne er leben. „Es ist alles gut so, wie es ist.“

Weil Verfolger Warendorfer SU – am Donnerstag (19.30 Uhr) nächster Gegner – gegen die SG Bockum-Hövel patzte, baute der seit Dezember ungeschlagene TuS seinen Vorsprung auf den Dritten sogar auf vier Punkte aus. Der SVD blieb im fünften Spiel in Serie ohne Niederlage, verpasste den Sprung auf Platz sieben und steht weiter an neunter Stelle.

In den ersten 45 Minuten herrschte gähnende Langeweile im Sportzentrum Erlfeld. Nennenswerte Chancen? Fehlanzeige! „Das war richtig schlecht“, sagte Scheffler und brachte es auf den Punkt: „Wenn man das Sommerfußball nennen würde, würde man den Sommer beleidigen.“ Auch Drensteinfurts Spieler Leon van Elten konnte dem ersten Durchgang nichts abgewinnen: „Wir haben keinen Zugriff in der Mitte und die zweiten Bälle nicht bekommen. Es fehlte ein richtiger Zehner.“

Für die schwache erste Halbzeit wurden die Zuschauer in der zweiten entschädigt. Die erste Großchance gehörte in der 53. Minute Lohauserholz. Daniel Riemer schoss, SVD-Keeper Christopher Kemper tauchte ab und parierte. Auch Kevin Hillebrand tauchte frei vor Kemper auf, sein Versuch war aber zu unplatziert (58.). Eine Minute später legten die Gastgeber los: Nach einer Flanke von Oliver Logermann setzte der eingewechselte Jure Glavina zum Drehschuss an, doch der Ball ging drüber. Kurz darauf hätte der Torjäger des SVD das 1:0 machen müssen. Allein vorm Tor schoss Glavina links vorbei (60.). Sein Landsmann Davor Brajkovic traf aus gut 20 Metern mit dem Außenrist nur den Außenpfosten (65.). Einen Schuss des ebenfalls eingewechselten Isse Sander aus spitzem Winkel lenkte TuS-Schlussmann Marcel Klemmer übers Tor (68.). Auch in der Schlussphase fielen keine Tore, dafür gab es zwei Platzverweise. Erst sah Gästespieler Riemer wegen einer angeblichen Beleidigung die Rote Karte (75.), kurz vor dem Schlusspfiff musste Brajkovic nach einem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz (87.).

„Ich bin zufrieden“, sagte Heine. Das war auch Scheffler, dessen Team in der jüngsten sieben Spielen nur zwei Tore kassierte. Allerdings nicht mit der Leistung des jungen Schiedsrichters. „Er stand unter Beobachtung und war schlecht“, schimpfte Lohauserholz‘ Trainer. - mak

SVD: Kemper, Niehues, Fröchte, van Elten, Seib (63. Sander), Grönewäller (46. Glavina), Logermann, Brajkovic, Niemeyer (84. Wichmann), Heinsch, Juras

TuS: Klemmer, Hubert, Wojciech, Hennig (90. Kola), Uzungelis, Hilse, Hillebrand (79. Kropp), Riemer, Adas (85. Grote), Hulboj, Idczak

Rote Karte: Riemer (75.)

Gelb-Rote Karte: Brajkovic (87.)

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