Abstieg für GW Albersloh eine „Katastrophe“

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Frustriert: Der nicht eingewechselte Jonas May (von links), Lukas Strohbücker und Bernd Grenzer waren nach dem 1:2 gegen Eintracht Münster völlig fertig.

ALBERSLOH - Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt in der Kreisliga A: DJK GW Albersloh – Eintracht Münster: 1:2. Die Fußballer der DJK GW Albersloh müssen den bitteren Gang in die Kreisliga B antreten.

Bernd Grenzer ließ sich ausgepumpt auf den Rasen fallen. Lukas Strohbücker lehnte sich an den Pfosten, starrte ins Leere und füllte nach einer kräftezehrenden Partie seinen Flüssigkeitshaushalt etwas auf. Und der ausgewechselte Julian Spangenberg war untröstlich. Nach nur zwei Jahren in der höchsten Klasse auf Kreisebene steigen die Fußballer der DJK GW Albersloh in die Kreisliga B ab. Sie verloren das entscheidende Spiel gegen die punktgleiche Eintracht aus Münster mit 1:2.

Marcel Kirchhoffs Führungstor in der 21. Minute reichte der Mannschaft von Lasse Rowald, der sein letztes Spiel als GWA-Trainer absolvierte, nicht. Nach dem Seitenwechsel drehten die Münsteraner die Partie durch Treffer des eingewechselten Christian Essing (71.) und Gregor Klaus (78.). Aufgrund der zweiten Halbzeit hatte sich die Eintracht den Sieg verdient. Die Albersloher waren erschöpft und hatten nichts mehr zuzusetzen. In der kommenden Saison werden sie wieder gegen den SV Drensteinfurt II und zwei Ligen unter dem Lokalrivalen SG Sendenhorst spielen. Rowald könnte mit seinem neuen Team Concordia Albachten II, das diese Saison in der Kreisliga B3 spielte, in der kommenden sogar auf GWA treffen.

„Eine Katastrophe“, sagte der scheidende Coach wenige Minuten nach dem Abpfiff auf dem neutralen Platz des ESV Münster. „Es ist alles gegen uns gelaufen.“ Fünf Spieltage vor dem Ende der regulären Saison waren die Grün-Weißen nach dem 4:3-Erfolg in Ostbevern so gut wie gerettet. Dann kassierten sie zu Hause gegen Kinderhaus II spät das 1:2 – der Punkt, der in der Endabrechnung zum Klassenerhalt fehlte. Denn nach dem Nackenschlag in der Nachspielzeit gelang Albersloh kein Sieg mehr. Am Sonntag folgte der Knock-out. „Ich verstehe es nicht. Nach der Pause lassen wir zu viel zu und setzen keine Nadelstiche“, ärgerte sich Rowald. Er hatte „zwei absolut verunsicherte Mannschaften“ und „kein gutes Spiel“ gesehen. „Das war Not gegen Elend.“

Beide Teams agierten oft mit langen Bällen. Die Eintracht hatte zunächst mehr vom Spiel. Das erste Tor schoss aber GWA. Nach einer Flanke von Lucas Neufert stand Kirchhoff völlig blank, nahm den Ball mit der Brust an und vollendete im Fallen. In der 27. Minute – im Anschluss an eine Trinkpause für die Akteure – wäre den Alberslohern beinahe ein Eigentor unterlaufen. Der gelb-verwarnte Kapitän Julian Spangenberg, der später verletzt vom Platz musste (48.), setzte einen Freistoß aus 18 Metern weit übers Tor (45.+4).

Zur zweiten Hälfte wechselte Eintrachts Trainer Srdjan Kosoric Torgarant Essing ein. Der köpfte erst drüber (69.) und sorgte zwei Minuten später nach Vorarbeit von Gregor Klaus tatsächlich für den umjubelten Ausgleich. Kurz darauf war es Münsters Torjäger Klaus selbst, der völlig freistehend zum 2:1 traf. Die Albersloher reklamierten Abseits. Mehr als einen Kopfball, der nicht platziert genug war (85.), brachten die Grün-Weißen nicht mehr zustande. Der in der 71. Minute eingewechselte Giuseppe Bianco sah zu Recht noch Gelb-Rot (90.+2), dann war Schluss.

Letztmals war GWA 2009 abgestiegen. Fünf Versuche brauchten die Albersloher, um wieder aufzusteigen.

GWA: Kuhn – Hecker, Uhlenbrock, Strohbücker, Hövelmann, J. Spangenberg, Kirchhoff, Kerkhoff, Neufert, Grenzer, J. Horstmann (eingewechselt: Adolph, Bonse)

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