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SVD kassiert in Westönnen spät den Ausgleich

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Von: Matthias Kleineidam

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Der erst 19 Jahre alte Eric Schouwstra (rechts) ging mit dem SV Drensteinfurt in Westönnen zwei Mal in Führung. Doch die Gastgeber schlugen zwei Mal zurück.
Der erst 19 Jahre alte Eric Schouwstra (rechts) ging mit dem SV Drensteinfurt in Westönnen zwei Mal in Führung. Doch die Gastgeber schlugen zwei Mal zurück. © Wilms

Drensteinfurt - Bezirksliga 7: RW Westönnen – SV Drensteinfurt: 2:2. Ivo Kolobaric wählte martialische Worte. „Der Schiri hat uns massakriert“, schimpfte der Fußballtrainer des SVD und kriegte sich gar nicht mehr ein. „Er hat permanent gegen uns gepfiffen. Nur der Schiri war schlechter als wir.“

Dass Kolobaric frustriert war, war verständlich. Denn erstmals seit 65 Tagen gingen die Drensteinfurter nicht als Sieger vom Platz. Hinzu kam, dass sie zwei Mal eine Führung verspielten und der Treffer zum 2:2-Endstand erst in der 89. Minute fiel. Statt des neunten Sieges in Serie gab es es das erste Unentschieden der Saison. In der Tabelle ging es runter von Platz zwei auf vier. Der SVD hat nun drei Zähler Rückstand auf Tabellenführer SW Hultrop, der das Spitzenspiel beim Türkischen SC Hamm deutlich mit 3:0 gewann, und ist punktgleich mit dem TuS Wiescherhöfen und der Hammer SpVg II, die aufgrund des besseren Torverhältnisses vor den Stewwertern liegen.

Fünf Änderungen in der Anfangsformation

Gegenüber dem Heimspiel gegen Westfalia Soest (4:2) nahm Kolobaric fünf Änderungen in der Startelf vor – teils gezwungenermaßen. Für den gesperrten Whitson Fereira dos Santos, den erkrankten Jens-Uwe Niemeyer, den verletzten Jan Wiebusch und Nico Weichenhain rückten Kapitän Dominik Heinsch, Michel Eising, Sven Wiebusch und Leon van Elten in die Anfangsformation. Außerdem stand Christopher Kemper für Daniel Rama Rubio zwischen den Pfosten. Weil auch Mike Krämer (krank), Sven Grönewäller und Robin Wichmann (beide verletzt) ausfielen, saßen neben Ersatzkeeper Rama Rubio in Alexander Pankok und Weichenhain nur zwei Feldspieler auf der Bank.

Eine etwas undurchsichtige Situation in der 15. Minute führte zur Führung des SVD. Nach einem Einwurf wurde es gefährlich. Michel Eising köpfte ans Lattenkreuz, Oliver Logermann verwertete den Abpraller – sein fünftes Tor in dieser Saison. Westönnen traf vor der Pause per Freistoß nur den Pfosten. „In der zweiten Halbzeit kamen wir nicht in die Zweikämpfe“, sagte Kolobaric. Westönnen nutzte das und glich aus (58.). Die Gäste waren aber alles andere als schockiert und schlugen nur drei Minuten später zurück. Nach einer Flanke von Ercan Taymaz stand Wiebusch am zweiten Pfosten goldrichtig und erzielte sein erstes Saisontor (61.). Auch der erneute Ausgleich resultierte aus einer Standardsituation (89.). Eising beschwerte sich, sah Gelb-Rot und wird im Heimspiel am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) gegen den Drittletzten SVE Heessen fehlen.

Zum dritten Mal spielte der SVD im Ortsteil von Werl, zum dritten Mal endete die Partie mit einem Unentschieden. „Westönnen hat den Punkt verdient. Wir hatten zwei, drei Ausfälle auf dem Platz“, gab Kolobaric nach einem „bitteren“ Spiel zu. Aber: „Der Schiedsrichter hat uns komplett aus dem Konzept gebracht. Ich habe mich 90 Minuten über ihn aufgeregt.“ Matthias Sosna habe 30 Fouls gegen die Gäste gepfiffen. Außerdem hätte auch ein Akteur des Tabellen-13. nach Ansicht von Kolobaric runterfliegen müssen. „Einer von denen muss nach einer Grätsche von hinten an Ercan mit Rot vom Platz“, ärgerte sich der SVD-Trainer.

SVD: Kemper, Heinsch, Schouwstra (46. Pankok), Fröchte, Eising, van Elten, Niehues, Logermann, S. Wiebusch (71. N. Weichenhain), Popil, Taymaz

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