0:3 - SVD gegen Wiescherhöfen ganz schwach

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Den Ball im Blick: (von links) Drensteinfurts Keeper Christopher Kemper, Leon van Elten, Wiescherhöfens Kapitän Dominik Degelmann, SVD-Spielführer Dominik Heinsch, Eric Schouwstra, der eine gute Leistung zeigte, und Sven Wiebusch.

Drensteinfurt - Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – TuS Wiescherhöfen: 3:0. Einen Fehlstart par excellence haben die Fußballer des SVD mal wieder hingelegt. Nach dem 0:4 in Freckenhorst vor einem Jahr kassierten die Drensteinfurter am Freitagabend im ersten Meisterschaftsspiel der neuen Saison eine ähnlich deutliche Niederlage.

„Extrem schlecht“ sah Trainer Ivo Kolobaric seine Jungs. „Wir waren körperlich klar unterlegen. Hätten die noch zwei Rote Karten gekriegt, wären wir gleichwertig gewesen.“ Außerdem ärgerte sich Kolobaric über die „vielen technischen Fehler“. Steven Degelmann war dagegen glücklich und unheimlich stolz. „Kompliment an die ganze Truppe“, sagte der Spielertrainer des TuS Wiescherhöfen kurz nach dem Schlusspfiff des vorgezogenen Spiels. Die Hammer gewannen verdient – und das, obwohl sie nach einer Gelb-Roten Karte für Andrei Lorengel (48./Meckern) fast eine Halbzeit in Unterzahl agieren mussten. „Das Spiel ist optimal verlaufen. Vor allem auf den Außenpositionen haben wir gut gearbeitet“, meinte Degelmann und startete mit seinem Team als Spitzenreiter ins Wochenende.

„Wir wollten in der ersten Hälfte Nadelstiche setzen“, sagte Wiescherhöfens Coach. Das gelang vor rund 90 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz im Erlfeld. Nach einer taktisch geprägten Anfangsphase, in der der SVD auf Sicherheit bedacht war, schoss Eduard Lorengel die Gäste in der 27. Minute in Führung. Dennis Steinke hatte quergelegt. Ansonsten passierte vor der Pause nicht viel. Gefährlich wurde es allerdings, als Drensteinfurts Kapitän Dominik Heinsch als letzter Mann hohes Risiko ging und den Ball beinahe verloren hätte.

Kurz nach dem Platzverweis hatten die Wiescherhöfener, die kompakt standen und bei Angriffen des SVD mit zwei Viererreihen agierten, Glück. Drensteinfurts Sven Grönewäller knallte einen Freistoß aus 28 Metern – es war ein Schuss wie ein Strich – an den linken Pfosten (57.). Das 0:2 resultierte aus einem unnötigen Ballverlust von Linksverteidiger Markus Fröchte, der sich selbst am meisten darüber ärgerte. Thanuyen Markandesar schnappte sich den Ball und überwand Keeper Christopher Kemper (64.). Auch danach fiel den Gastgebern nicht viel ein, Stürmer Ercan Taymaz blieb blass. Nachdem Leon van Elten mit einer starken Grätsche das dritte Tor verhindert (76.) sowie die eingewechselten André Budde (79.) und Robin Gessinger (81.) verpasst hatten, bewahrte TuS-Schlussmann Marco Behrend seine Mannschaft mit zwei Paraden vor einem Gegentreffer. Erst lenkte er einen Schuss von Jens-Uwe Niemeyer zur Ecke, dann war er bei einem Kopfball von SVD-Co-Trainer Oliver Logermann zur Stelle (84.). Einen Konter nutzte Budde, der allein aufs Tor zulief, zum 0:3-Endstand (87.).

SVD: Kemper, Heinsch, Eising (22. S. Wiebusch), Fröchte (67. Krämer), Schouwstra, van Elten, Niemeyer, Niehues, Grönewäller, Logermann, Taymaz

Kreisliga B3: VfL Senden II – SVD II (Sonntag, 15 Uhr). Schwieriger könnte die Aufgabe zum Auftakt kaum sein. Die zweite Mannschaft tritt beim Vizemeister der Vorsaison an. Sendens Reserve war in der Relegation ganz knapp am Aufstieg gescheitert und nimmt nun einen neuen Anlauf. Nach Platz sechs in der vergangenen Spielzeit wollen die Drensteinfurter nun in die Top Fünf. - mak

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