SVD rettet nach 4:0-Führung ein 4:3 ins Ziel

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Jens-Uwe Niemeyer (links) und Yannick Niehues spielten mit dem SV Drensteinfurt beim VfL Sassenberg.

Drensteinfurt - Bezirksliga 7: VfL Sassenberg – SV Drensteinfurt: 4:3. Beinahe hätten es die Fußballer des SVD so gemacht wie die deutsche Nationalmannschaft im Oktober 2012.

Damals verspielte die Elf von Bundestrainer Joachim Löw im WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden einen 4:0-Vorsprung. Am Ende stand es 4:4. Die Drensteinfurter beließen es in Sassenberg allerdings bei drei Gegentoren und feierten den dritten Sieg in Serie.

„Irgendwie war ich psychologisch darauf vorbereitet, dass es eng wird“, sagte Trainer Ivo Kolobaric. Seine Jungs seien in der Pause zu sicher aus der Kabine gekommen, hätten sich schon wie Sieger gefühlt. Nach der „spielerisch perfekten“ ersten Halbzeit seien die Gäste nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen und hätten die Ordnung nicht gehalten. „Unser Spiel hat mich geärgert, das war unnötig“, sagte Kolobaric. Das einzig Gute daran: „Wir haben was zu meckern und drei Punkte.“

In den ersten 45 Minuten hatten die Drensteinfurter hinten „super gestanden“ (Kolobaric) und waren in der Offensive effektiv gewesen. „Wir hatten das Spiel komplett unter Kontrolle“, berichtete der SVD-Coach. Zwölf Minuten waren gespielt, als Oliver Logermann den Ball mit dem linken Fuß in den Knick zirkelte und sein Team jubeln ließ. Bis zum 0:2 dauerte es nicht lange. Einen Einwurf von Jens-Uwe Niemeyer verlängerte Ercan Taymaz mit dem Kopf zu Dennis Popil, der genau richtig stand und sein zweites Saisontor erzielte (17.). Nach einer Trinkpause wegen der hohen Temperaturen legte Markus Fröchte nach überragender Vorarbeit von Popil das 0:3 nach (36.). Der Verteidiger des SVD war im zweiten Versuch erfolgreich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Taymaz nach einer Kopfballverlängerung von Logermann auf 0:4 (43.). Zwei weitere gute Chancen ließen die Stewwerter ungenutzt.

Kolobaric appellierte in der Pause an seine Elf, bloß weiter konzentriert zu agieren, und wies noch mal auf die „richtig gute Offensive“ der Sassenberger hin. Doch die Drensteinfurter schienen die Ohren auf Durchzug gestellt zu haben. Es lief nicht mehr viel zusammen beim SVD. In der 61. Minute verkürzte der Tabellenletzte auf 1:4 (61.). Auch beim 2:4 (65.) agierten die Gäste viel zu passiv. Pech hatte im Anschluss Taymaz, der nur die Latte traf (75.). Auch der eingewechselte Whitson Fereira dos Santos (siehe Infokasten) hätte das nervenberuhigende 2:5 erzielen können. Er lief allein auf den Torwart zu, konnte ihn aber nicht überwinden. So blieb es spannend. In der Schlussphase setzten die Sassenberger alles auf eine Karte und schafften den Anschlusstreffer (88.). Zum Ausgleich reichte die Zeit jedoch nicht mehr.

Während der SVD erstmals in der Bezirksliga gegen den VfL gewann und als Tabellenelfter nun punkt- und torgleich mit der SG Sendenhorst ist, kassierte das Schlusslicht Sassenberg im siebten Spiel die sechste Niederlage und wartet weiter auf den ersten Sieg. Nächster Gegner der Stewwerter ist am kommenden Sonntag der Tabellen-13. SV Westfalia Rhynern II.

SVD: Kemper, Niemeyer, Heinsch, van Elten, Fröchte, J. Wiebusch (71. Schouwstra), Niehues, Krämer (46. Eising), Popil, Logermann, Taymaz (79. Fereira dos Santos)

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