4:1-Führung und starker Wender reichen Fortuna nicht zum Sieg

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Walsteddes Hendrik Westhues (rechts) kämpfte im Heimspiel gegen den TuS Wadersloh vorbildlich, ließ sich nach dem 2:1 aber verletzungsbedingt auswechseln.

Walstedde - Kreisliga A Beckum: Fortuna Walstedde – TuS Wadersloh: 4:4. Als Kevin Wender in der 69. Minute sein drittes Tor erzielt und auf 4:1 erhöht hatte, sahen Fortunas Fußballer wie die sicheren Sieger aus. Doch sie schafften es tatsächlich noch, die komfortable Führung zu verspielen.

Der Ausfall mehrerer Leistungsträger, verletzungsbedingte oder dem Wetter geschuldete Auswechslungen und geschenkte Gegentore – es kam vieles zusammen am Sonntagnachmittag auf dem Walstedder Sportplatz. Aber „das ist keine Entschuldigung, wenn du 4:1 führst“, sagte Coach Eddy Chart. Er hatte den Kaffee auf. „Unfassbar. Wir haben einen Toten zum Leben erweckt. Durch solche Unzulänglichkeiten machen wir uns alles selbst kaputt. Es ist ja nicht so, dass wir eingebrochen wären und sie uns schwindelig gespielt hätten.“

Im Heimspiel gegen die stark gestarteten Wadersloher fehlten den Fortunen Nicolas Rosendahl, Marcel Brillowski, Tobias Ophaus, Ansgar Buttermann und der Langzeitverletzte Kevin Northoff. Robin Lange saß nur auf der Bank, der ehemalige Spielertrainer Alexander Vojnovski half aus. Vor nur rund 50 Zuschauern hatten die Gastgeber Startschwierigkeiten. Der TuS war besser im Spiel und brachte Walstedde oft mit langen Bällen in Bedrängnis. Allein Julian Osburg hatte in den ersten 20 Minuten drei Chancen. Zwei unplatzierte Schüsse (6., 14.) parierte Keeper Christoph Graf ebenso mühelos wie einen Kopfball (20.). Auch beim Versuch von Dominik Mose war Graf zur Stelle (22.). Danach wendete sich das Blatt. Nach einer Flanke von Aljoscha Freitag köpfte Spielführer Daniel Budde vorbei (26.), Joel Langes Freistoß ging übers Tor (29.). Nach einer Trinkpause wegen des schweißtreibenden Wetters ging die Chart-Elf in Führung. Michael Post setzte Wender ins Szene, der zog aus gut 30 Metern ab und traf mit rechts ins linke untere Eck – 1:0 (31.). „Eine Verkettung von Fehlern“, sagte Walsteddes Trainer, führte zum 1:1. Eine Flanke von der linken Seite verwertete Mose per Flugkopfball (42.).

Auch beim 2:1 leitete Außenverteidiger Freitag den Angriff ein. Budde verlängerte den Ball mit der Fußspitze, Wender vollendete den sehenswerten Spielzug (55.). Kurz darauf musste Hendrik Westhues, der alles gegeben hatte, verletzt vom Platz. Von Wadersloh war offensiv nicht mehr viel zu sehen, die Platzherren beschränkten sich aufs Kontern – mit Erfolg: Budde schickte Wender, der zog den Ball schön vors Tor, wo Joel Lange ihn über die Linie grätschte (63.). Es war bereits der vierte Saisontreffer Langes. Kurz darauf hatte er das 4:1 auf dem Fuß, scheiterte aber am Schlussmann (68.). Eine Minute später machte es Wender besser, ließ einen Gegenspieler alt aussehen und schloss trocken zur Drei-Tore-Führung ab (69.).

Die Partie schien gelaufen. Pustekuchen! Graf ließ einen Freistoß aus 35 Metern nach vorne abklatschen, der TuS verkürzte (76.). Per Seitfallzieher gelang den Gästen das 3:4 (83.). „Das müssen wir uns selbst zuschreiben. Er war mutterseelenallein“, sagte Chart nach dem Abpfiff. Seinen Jungs hatte er nach dem dritten Gegentreffer noch mal Mut zugesprochen. „Kopf hoch. Noch mal konzentriert jetzt“, schrie Coach Chart auf den Platz. Es half nichts. Nachdem der eingewechselte Vojnovski nach nur wenigen Minuten verletzt wieder runter vom Feld musste, kassierten die Fortunen zu zehnt in der 89. Minute den Ausgleich. Und was für einen: Kai Northoff unterlief per Kopf ein Eigentor.

In der Tabelle fielen die Walstedder auf Platz acht ab. Am kommenden Sonntag treffen sie im nächsten Heimspiel auf die Ahlener SG, die am Sonntag 0:3 bei der SpVg Oelde verlor und bereits die zweite Niederlage kassierte.

Fortuna: Graf, Post (59. R. Lange), Freitag (73. Vojnovski), Vinnenberg, Westhues (55. Ernst), J. Lange, Ka. Northoff, Averhage, Wender, Budde, Ndiaye

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