Fortunas Trainer Chart: „Sind viel variabler“

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„Überheblichkeiten können wir uns nicht leisten“, sagt der Trainer von Walsteddes Fußballern, Eddy Chart.

Walstedde -  Mit dem Heimspiel gegen den SV Benteler starten die Kreisliga-A-Fußballer von Fortuna Walstedde am kommenden Sonntag (15 Uhr) in die neue Saison. Vor dem Meisterschaftsauftakt sprach Matthias Kleineidam mit Trainer Eddy Chart (57).

Themen waren die Vorbereitung, die Baustellen im Team, die Rückkehrer, die drei Torhüter und die Ziele.

Fünf von sechs Wochen Vorbereitung liegen hinter euch. Welches Fazit ziehst du?

Chart: Die Vorbereitung war auf jeden Fall besser, viel intensiver als in der vergangenen Saison. Und die Trainingsbeteiligung war nicht so schlecht wie sonst. Das Allerwichtigste war das Trainingslager mit 16 Spielern in Winterberg. Wir konnten gut arbeiten. Insgesamt waren von Spiel zu Spiel gewisse Fortschritte zu sehen.

Wie bewertest du die Testspiel-Ergebnisse (zwei Siege, vier Unentschieden, eine Niederlage)?

Chart: Die Ergebnisse sind zwar nicht zweitrangig, aber wichtiger war, dass wir was Neues ausprobiert haben im taktischen Bereich – eine neue Grundordnung. Du kannst in der Vorbereitung ruhig 5:0 gewinnen. Es nützt alles nichts, wenn du die ersten Spiele in der Liga nicht erfolgreich bestreitest.

Was sind die Stärken deines Teams, wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?

Chart: Die Chancenverwertung muss besser werden. Wir haben in allen Spielen gute Chancen liegen lassen. Und ab und zu ist bei uns der Schlendrian drin. Phasenweise spielen wir den Ball in der Defensive nicht gut. Gegen Lohauserholz (1:5/Anm. d. Red.) halten wir 25, 30 Minuten gut dagegen und kassieren dann in kurzer Zeit Gegentore. Das müssen wir abstellen. Zu den Stärken: Offensiv sind wir besser geworden, defensiv von der Organisation auch. Wir sind viel variabler.

Nach dem enttäuschenden neunten Platz in der Vorsaison – was ist in dieser Spielzeit möglich?

Chart: Unser Ziel ist, unter die ersten fünf zu kommen. Das versuchen wir umzusetzen. Ärgerlich ist natürlich die schwere Verletzung von Kevin Northoff, der sich das Kreuzband angerissen hat. Wir müssen abwarten, ob er operiert wird und wie lange er ausfällt.

In Marcel Brillowski und Kevin Wender sind zwei Offensivkräfte zurückgekehrt. Was erwartest du von den beiden?

Chart: Durch sie haben wie wieder mehr Alternativen. Das hilft uns sehr. Aber auch Nicolas Rosendahl, der in der Vorbereitung die meisten Tore geschossen hat, hat sich als Spieler sehr gut weiterentwickelt.

In Christoph Graf, Tobias Janssen und Felix Grote habt ihr drei Torhüter im Kader. Wer hat den Dreikampf gewonnen und wird am Sonntag im Tor stehen?

Chart: Das ist nicht einfach. Alle drei haben ihre Stärken und Schwächen. Hundertprozentig festgelegt haben wir uns noch nicht. Wir werden unter der Woche eine Entscheidung fällen. Wahrscheinlich wird es ein Wechselspiel geben. Erst spielt der eine vier Spiele, dann der andere.

Aufsteiger SV Benteler, Rot Weiss Ahlen II und TuS Wadersloh – was sagst du zum Auftaktprogramm?

Chart: Man könnte sagen: Zum Auftakt ein Aufsteiger – da kann man mit leben. Letztendlich ist es egal, ich lege keinen Wert darauf. Für uns gilt es, jeden Gegner ernst zu nehmen. Überheblichkeiten können wir uns nicht leisten. Wir müssen von Anfang an hellwach sein.

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