Nach dem 3:1-Erfolg des BVB in Augsburg

Tuchel lobt Mentalität seiner Sieger - Keine Kampfansage an Bayern

Adrián Ramos, Gonzalo Castro und Henrich Mchitarjan jubeln.
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Adrián Ramos, Gonzalo Castro und Henrich Mchitarjan jubeln.

Augsburg/Dortmund - Vor der Länderspielpause raffen sich die Dortmunder Vielspieler zu einem letzten Kraftakt in Augsburg auf. Trainer Tuchel lobt nach dem 3:1 die BVB-Moral - schöne Grüße nach München versagt er sich.

Thomas Tuchel verteilte große Komplimente an seine erschöpften Seriensieger. "Die Mannschaft hat eine ganz außerordentliche Mentalität gezeigt", lobte der BVB-Trainer nach dem 3:1 (1:1) von Borussia Dortmund beim abstiegsbedrohten FC Augsburg

In der Länderspielpause würden die Spieler "ein bisschen Ruhe kriegen" von ihm, scherzte der stets fordernde Fußballlehrer Tuchel am Sonntagabend. 

BVB-Energieleistung beim 3:1 in Augsburg

Eine Kampfansage ins nahe München an den weiter mit fünf Punkten Vorsprung führenden Tabellenführer FC Bayern versagte sich der Dortmunder Coach. "Das haben wir noch nie gemacht und machen wir nicht. Wir bleiben komplett bei uns", erklärte der ehrgeizige Trainer: "Es ist keine Zeit, keine Not für irgendwelche Ansagen!" 

Meisterlich mutete es aber schon an, wie der Tabellenzweite am Ende der Englischen Wochen noch einmal alle körperlichen und auch mentalen Kraftreserven mobilisierte, um die Partie nach einem Rückstand umzubiegen - und das ohne den aus privaten Gründen fehlenden Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang. 

Henrich Mchitarjan (45. Minute), Gonzalo Castro (69.) und der im Verlauf des Spiels immer stärker werdende Adrián Ramos (75.) sorgten für ein Dortmunder Happy-End. 

Alfred Finnbogason (16.) hatte den FCA vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften Augsburger Arena in Führung gebracht. "Der Plan war gut", sagte Trainer Markus Weinzierl zu seinem Defensivkonzept, "aber das musst du über 90 Minuten konsequent gut umsetzen." 

Das gelang nicht - und so wahrten die Dortmunder ihre Titelchance, während die Augsburger als Tabellenfünfzehnter weiterhin in großer Abstiegsgefahr schweben. 

Zunächst sind beide Trainer jedoch froh, ein paar Tage durchschnaufen zu können, ehe es in den Saisonendspurt geht. "Ich freue mich sehr darüber", sagte Tuchel. "Viele Eindrücke" der letzten Wochen gelte es zu verarbeiten. 

"Wir sind auch froh, dass wir uns sammeln können. Dann werden wir sieben Spiele Vollgas geben", bemerkte sein Augsburger Kollege Weinzierl zum Endspurt nach Ostern. - dpa

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