3:1 gegen den SC Freiburg

Torfabrik von Borussia Dortmund gegen Freiburg in Kurzarbeit

Die BVB-Spieler jubeln nach dem Abpfiff. Foto: dpa

Dortmund - Die zuletzt so gelobte Torfabrik des BV Borussia Dortmund leistete einmal nur Kurzarbeit, dennoch stand am Ende der dritte Bundesliga-Sieg in Serie. Mit dem hart erkämpften 3:1 (1:0)-Erfolg über den SC Freiburg setzten sich die Schwarz-Gelben zumindest für einen Tag auf Rang zwei. Damit stellte der BVB den vereinseigenen Rekord aus dem Jahr 2003 von 24 Heimspielen ohne Niederlage ein.

„Das war ein wildes, gutes Spiel für die Zuschauer“, meinte ein erleichterter BVB-Kapitän Marcel Schmelzer nach dem Schlusspfiff. Und für Trainer Thomas Tuchel war der Spielverlauf nach voran gegangenen hohen Siegen seines Teams „geradezu perfekt“: „Nach der vielen Euphorie habe ich mir genauso ein Spiel gewünscht.“

Gegenüber der Partie in Wolfsburg hatte Tuchel die BVB-Mannschaft auf drei Positionen verändert. Endlich durfte Mario Götze, der allerdings blass blieb, nach seiner Rückkehr aus München sein Heimdebüt feiern. Und erstmals rückte auch Neuzugang Emre Mor in die Startformation, der sich auf der rechten Seite gleich gut einfügte. Mit Blick auf das am Dienstag anstehende Champions-League-Heimspiel gegen Real Madrid gönnte Tuchel Raphael Guerreiro diesmal eine Verschnaufpause – bis er in der 71. Minute für Götze auf das Feld kam.

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Warum Tuchel im Vorfeld der Partie vor dem taktisch diszipliniert agierenden Neuling gewarnt hatte, wurde in den ersten Minuten deutlich. Die Breisgauer ließen den BVB nicht in den gewohnten Rhythmus kommen, liefen die Dortmunder bereits an deren eigenen Strafraum mit drei oder gar vier Akteuren an. Nach fünf Minuten besaßen die Gäste sogar die erste Chance, als Vincenzo Grifo, allerdings aus klarer, aber nicht geahndeter Abseitsposition, aus recht spitzem Winkel scheiterte.

Die in den vergangenen Wochen so gelobte Offensive der Borussen benötigte eine lange Anlaufphase, kam dann aber nach gut einer Viertelstunde auf Betriebstemperatur. Und zu klaren Möglichkeiten. Die erste vergab Pierre-Emerick Aubameyang (18.). Dann bewies Dribbelkünstler Mor Abschlussqualitäten, schoss aber einmal knapp vorbei (20.) und touchierte zwei Minuten später mit seinem zweiten Versuch die Querlatte.

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Freiburg blieb aber mutig. Torjäger Nils Petersen scheiterte (34.) am erneut sicher wirkenden Bürki. Sekunden vor der Pause wurden die Angriffsbemühungen der Schwarz-Gelben schließlich doch belohnt. Ousmane Dembele setzte sich auf der linken Seite durch, passte quer zu Aubameyang, der in seinem 100. Bundesligaspiel das fünfte Saisontor erzielte.

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Die Dortmunder setzten nach dem Seitenwechsel entschlossen nach, erhöhten den Druck auf die Freiburger. Aubameyang leitete mit einer Flanke von rechts das 2:0 ein. Der Freiburger Caglar Söyüncü konnte den Ball nur noch genau auf den Fuß von Lukasz Piszczek abwehren, der das Geschenk dankend annahm und sicher einschob (53.). Wer allerdings an eine Vorentscheidung glaubte, sah sich getäuscht. Die Breisgauer schlugen nur wenig später zurück. Nach einem langen Abschlag von SC-Torhüter Alexander Schwolow befand sich die gesamte linke Seite der Borussia im Tiefschlaf. Der kurz zuvor eingewechselte Janik Haberer bediente Maximilian Philipp, der Bürki keine Abwehrchance ließ.

Es folgte bis zum Schluss ein offener Schlagabtausch, in dem die Dortmunder die besseren Möglichkeiten besaßen, das Tor des BVB aber kaum noch in Gefahr geriet. In der Nachspielzeit gelang dann Guerreiro die endgütlige Entscheidung, als er zum 3:1 traf. Der BVB kann sich sich jetzt in aller Ruhe auf das Gastpiel von Real Madrid am Dienstag (20.45 Uhr) in Dortmund vorbereiten.

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