Bei Aufsteiger SV Darmstadt 98 wieder mit Mats Hummels

Tuchels Reise in die Vergangenheit: BVB zu Gast am Böllenfalltor

Darmstadts Florian Jungwirth, Sandro Wagner und Torschütze Aytac Sulu (von links) jubeln im Hinspiel nach dem Ausgleichstreffer zum 2:2.
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Darmstadts Florian Jungwirth, Sandro Wagner und Torschütze Aytac Sulu (von links) jubeln im Hinspiel nach dem Ausgleichstreffer zum 2:2.

Dortmund - Das Bundesliga-Gastspiel des BV Borussia Dortmund beim Liga-Neuling SV Darmstadt (Mittwoch, 20 Uhr) ist für Thomas Tuchel wie eine Reise in die Vergangenheit. Er war sowohl als Spieler als auch als Trainer schon im altehrwürdigen Stadion am Böllenfalltor.

„Es ist so, wie es begonnen hat, als noch keine Arenen da waren“, sagt der BVB-Coach, der seine Mannschaft schon auf eine besondere Atmosphäre einstellt. „Das ist Fußball pur. Wenn man es anders gewöhnt ist, ist das schon ein Kulturschock. Aber wir dürfen nicht hadern, die Bedingungen sollten keine Entschuldigung für unsere Leistung sein.“

Immerhin kann der Tabellenzweite personell fast wieder aus dem Vollen schöpfen. Bis auf den verletzten Sokratis (Muskelfaserriss) steht der komplette Kader zur Verfügung. Auch Kapitän Mats Hummels hat seine Probleme mit dem Hüftbeuger überwunden. „Er ist fit, er fährt mit und er spielt auch“, bestätigt Tuchel, dass der Innenverteidiger gesetzt ist.

Was nicht für alle anderen Akteure gilt, die zuletzt Hoffenheim mit 3:1 besiegten. Eine sanfte Rotation schließt der Fußball-Lehrer nicht aus, zumal seine Spieler gegen die TSG körperlich wieder an die Grenzen gegangen sind, zudem die schlechten Rasenverhältnisse in Darmstadt vielleicht andere Spielertypen als gewohnt verlangen. 

Dortmund feiert 3:1-Erfolg gegen Hoffenheim

Die wichtigste Vorbereitung darauf sieht Tuchel im mentalen Bereich: „Die Mannschaft muss sich auf alles einzulassen und keine Zeit über die Rahmenbedingungen verschwenden.“ 

Über den Gegner, der immerhin schon 25 Punkte auf dem Konto hat, spricht Tuchel mit großem Respekt. „Es ist sensationell, was die Darmstädter in den letzten beiden Jahren geleistet haben. Sie wären fast in die Regionalliga abgestiegen, mischen jetzt in der Bundesliga mit“, lobt der BVB-Coach die Arbeit von SV-Trainer Dirk Schuster. 

Hinspiel-Bericht zum Nachlesen: BVB - Darmstadt 2:2

„Der Kampf um den zweiten Ball ist das prägende Element in ihrem Spiel. Ihre Standards sind sehr gefährlich“, erklärt Tuchel und erinnert sich an einen persönlichen Tipp des niederländischen Kollegen Johan Cruyff: „Er hat mir mal gesagt, wenn der Gegner stark bei Ecken ist, gib ihm keine Ecken. Auch Flanken müssen wir früh vermeiden, wir müssen sie aus unserer Hälfte heraushalten und selber dominant agieren. Sie haben die Standards und hohen Bälle zu ihrem Stilmittel gemacht, das ist völlig legitim."

Die Borussia will beim Aufsteiger unbedingt gewinnen, um den Abstand zu den Münchner Bayern, die am Samstag (18.30 Uhr) zum Bundesliga-Gipfel in Dortmund erscheinen, nicht größer werden zu lassen. „Dann liegt es in unserer Hand, die Entscheidung im Bundesliga-Titelkampf zumindest weiter zu verzögern“, beteuert Tuchel.

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