Spielunterbrechung in Leverkusen

Eklat bei Bayer gegen BVB: Schiri verlässt Platz

Schiedsrichter Felix Zwayer (r.) verlässt in der 66. Minute die BayArena. 
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Schiedsrichter Felix Zwayer (r.) verlässt in der 66. Minute die BayArena. 

Leverkusen - Das Topspiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund ist am Sonntag nach 66 Minuten unterbrochen worden. Was war passiert?

Riesige Aufregung und ein Novum in der Fußball-Bundesliga: Das Topspiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund (0:1) ist am Sonntag für neun Minuten unterbrochen worden, weil Bayer-Trainer Roger Schmidt nach dem 0:1 (Pierre-Emerick Aubameyang, 64.) trotz Anweisung des Schiedsrichters Felix Zwayer (Berlin) nicht den Innenraum verlassen wollte.

Zwayer ging daraufhin in die Kabine und beriet sich mit seinen Assistenten. Die Mannschaften folgten ihm und kamen neun Minuten später wieder auf den Platz, das Spiel wurde unter Pfiffen der Zuschauer fortgesetzt. Schmidt setzte sich doch auf die Tribüne.

Anlass des ganzen Ärgers war eine strittige Szene: Aubameyangs Tor war eine Freistoß-Entscheidung in der BVB-Hälfte vorausgegangen. Die Dortmunder führten diesen Freistoß nach einem Foul des Leverkusener Stürmers Stefan Kießling schnell und mehrere Meter weiter vorne aus - aus Sicht der Bayer-Spieler und -Verantwortlichen zu weit vorne. Unmittelbar aus dem folgenden Spielzug entwickelte sich der Führungstreffer.

Nach dem Eklat um Schmidt hat Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel Referee Felix Zwayer Rückendeckung gegeben. "Zwayer hat in der Situation nach dem Dortmunder Treffer regeltechnisch richtig entschieden. Wenn sich ein Spieler oder eben der Trainer nach einem Platzverweis weigert, den Innenraum zu verlassen, ist die Spielunterbrechung und die Androhung eines Abbruchs die richtige Entscheidung", wurde Fandel in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zitiert.

SID

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