Rode nach Bayern-Abschied: "Hätte Unterstützung von oben gewünscht"

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Sebastian Rode

Dortmund/München - Nach seinem Wechsel von Bayern München zu Borussia Dortmund hat Sebastian Rode einen mangelnden Rückhalt aus der Chefetage des FC Bayern beklagt. Beim deutschen Fußball-Rekordmeister sei ihm zwar immer wieder gesagt worden, "wie toll man mich findet, dass man mich gerne behalten würde", sagte der 25-Jährige dem "Kicker".

"Aber wenn man immer sagt, wie toll ich sei, dann hätte ich mir schon die Unterstützung von weiter oben gewünscht. Es wäre ja nur um die Geste gegangen, denn klar ist ja auch, dass der Trainer die Alleinverantwortung für die Aufstellung hat." 

Der Mittelfeldspieler war in zwei Jahren unter Coach Pep Guardiola nie über die Reservistenrolle hinausgekommen. Vor allem nach der Verpflichtung von Arturo Vidal im Sommer 2015 schien klar, dass Rode keine Chance haben dürfte. 

Dabei habe er sich zugetraut, den nach Manchester gewechselten Bastian Schweinsteiger zu ersetzen. "Da hätte ich mir mehr Vertrauen gewünscht, dass man mir die Chance gibt zu zeigen, ob ich in die Rolle von Schweinsteiger hineinwachsen kann. Aber Bayern gibt den Spielern kaum noch die Chance zur Entwicklung." 

Den Transfer von Eintracht Frankfurt nach München 2014 bereue er dennoch nicht. "Es war genau die richtige Entscheidung." Karl-Heinz Rummenigge widersprach Rode. "Ich glaube schon, dass er genügend Unterstützung bekommen hat", sagte der Vorstandschef und erinnerte, dass Entscheidungen über die Aufstellung immer Guardiola traf. 

"Wir können keinen Trainer eine Beratung geben", sagte er und meinte zu dem Interview Rodes: "Sebastian hätte besser geschwiegen." Bei Borussia Dortmund spielt er künftig für seinen einstigen Lieblingsverein. "Natürlich war das eine Herzensangelegenheit", betonte er. Letztlich überzeugt wurde er vom Trainer. "Nach dem Gespräch mit Thomas Tuchel war mir klar, dass ich das mit Dortmund machen werde und machen will". Beim BVB, der nach dpa-Informationen 15,5 Millionen Euro Ablöse bezahlte, unterschrieb er bis 2020.

dpa/lnw

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