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Reus und Gündogan kehren in die BVB-Elf gegen Hertha zurück

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Ilkay Gündogan und Marco Reus kehren gegen Hertha BSC in die Startaufstellung zurück.

Dortmund - Borussia Dortmund kann das Spitzenspiel in der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC nahezu in Bestbesetzung bestreiten.

Gleich zu Beginn der möglichen sechs englischen Wochen will der BV Borussia Dortmund am Samstag im Bundesliga-Spitzenspiel bei Hertha BSC Berlin (15.30 Uhr/live bei Sky) ein Zeichen setzen. „Es ist für uns extrem wichtig, jetzt im Februar da zu sein“, beteuert Trainer Thomas Tuchel, der mit dem BVB den Erfolgsweg beharrlich weitergehen will. „Wir müssen gierig, gierig, gierig sein auf weitere Siege. Da legen wir den höchsten Maßstab an uns an.“

Mit Sieg 13 Punkte Abstand zu Verfolgern möglich

Mit einem Sieg können die Schwarz-Gelben den direkten Verfolger schon um 13 Punkte distanzieren. „Wir wissen ganz genau, dass wir uns absetzen können. Das ist auch unser großes Ziel. Wir können da einen sehr großen Schritt machen“, betont der Dortmunder Fußball-Lehrer. 

„Spiele wie das in Berlin sind kleine Meilensteine, die man auf dem Weg zu gehen hat. Wir können ein Signal geben, an uns und an die Konkurrenz, dass wir nicht nachlassen. Wir möchten die intensive Zeit in den kommenden Wochen genau mit diesem Signal starten." 

Denn nach Berlin stehen für die Borussen neben der Bundesliga weitere Herausforderungen im DFB-Pokal und in der Europa League an. Wettbewerbe, in denen angesichts der Bayern-Überlegenheit ein Titel aus Dortmunder Sicht wahrscheinlicher erscheint als in der Bundesliga.

Olympiastadion erstmals ausverkauft

Doch die Dortmunder rechnen auch in Berlin mit einem schweren Spiel. Die Hertha hat mit ihrer erfolgreichen Klettertour in der Tabelle bis auf Platz drei eine neue Euphorie in der Hauptstadt ausgelöst. Erstmals in dieser Saison ist das Olympiastadion ausverkauft. 

„Die Berliner haben Selbstvertrauen getankt und sich im eigenen Ballbesitz stabilisiert“, schildert Tuchel seine Eindrücke. „Sie legen viel Wert auf eine dominante Spielweise. Die Vorzeichen für die Hertha haben sich im Vergleich zum Hinspiel geändert, für uns aber auch. Ich bin mir sicher, dass Pal Dardai nicht wieder mit einer Fünferkette verteidigt.“

Bis auf Nuri Sahin und Sven Bender, die sich im Aufbautraining befinden, steht dem BVB der komplette Kader zur Verfügung. Neben Ilkay Gündogan (grippaler Infekt) hat auch Marco Reus beschwerdefrei trainiert.

Reus soll zum "Monster" werden

Der Nationalspieler besucht derzeit sogar regelmäßig einen Osteopathen in den Niederlanden, um wieder eine höhere Stabilität in sein etwas aus dem Gleichgewicht geratenen Körpergerüst zu bringen. „Wir tun alles dafür, dass er das Monster wird, das er für uns sein kann“, versichert Tuchel. „Er kann in Berlin spielen. Das ist eine wichtige Nachricht für uns. Er und Ilkay Gündogan haben einen unglaublichen Wert für uns, das steht außer Frage. Wir hätten sie am liebsten in jedem Spiel dabei.“

Sollte Reus nicht von Beginn an auflaufen, könnte Adrian Ramos bei seinem alten Klub zum Zuge kommen. Dem bescheinigte Tuchel eine deutliche Steigerung, was Leistung und vor allem auch Einstellung angeht. 

„Er hat seit der zweiten Hälfte des Trainingslagers eine veränderte Haltung gezeigt in der Rolle, die er bei uns hat. Er hat sich deutlich gewandelt und gestrafft. Das war auch notwendig“, erklärt der Trainer. „Der Rückhalt für ihn in der Mannschaft ist mittlerweile wieder vorbehaltlos. Aber der Gedanke, wer gegen seinen Ex-Verein spielen könnte und wer nicht, ist bei mir in der letzten Schublade. Da können wir nicht immer Rücksicht nehmen."

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