"Grenze ist überschritten"

Zorc kritisiert hohe Zahl an Pflichtspielen

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Michael Zorc.

Bad Ragaz - Sportdirektor Michael Zorc vom Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund hat erneut Kritik am enormen Pensum der Nationalspieler geäußert.

„Durch die Anzahl der Spiele, die mittlerweile im Laufe der Saison auf die Jungs zukommen, ist für mich die Belastungsgrenze erreicht und teilweise sogar überschritten“, sagte Zorc dem SID im Trainingslager in Bad Ragaz/Schweiz. Der 51-Jährige hofft, dass „bei den Verbänden das Denken entsteht, nicht noch weiter etwas aufzusatteln.“

Nach Zorcs Ansicht sei dies nicht nur ein deutsches Problem, ausländische Ligen mit 20 Mannschaften seien davon noch mehr betroffen: „So ganz frisch wirkten die Spieler aus diesen Ligen nicht mehr während der WM.“ Titelverteidiger Spanien sowie die Ex-Weltmeister Italien und England waren bei der Endrunde in Brasilien bereits in der Vorrunde gescheitert.

Zorc nannte die erneute Qualifikation für die Champions League und das Erreichen des Pokal-Finales als Ziele für die kommende Spielzeit, in der er Rekordmeister Bayern München in der Favoritenrolle sieht. „Die Erwartungshaltung hat sich nicht dramatisch verändert. Wir können nicht wegdiskutieren, dass Bayern München bessere Rahmenbedingungen hat als wir und in jedem Jahr der Topfavorit ist. Wer das ignoriert, der ist ein Träumer.“

SID

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