BVB-Trainer mit "gutem Gefühl"

Klopp: Reus wird noch eine Weile bei uns bleiben

Marco Reus
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Marco Reus.

Dortmund - Jürgen Klopp ist zuversichtlich, dass Marco Reus "noch eine ganze Weile" für den BVB spielen wird. Trotz den Sticheleien von FC-Bayern-Boss Rummenigge bleibt er gelassen.

Jürgen Klopp bleibt beim Gerangel um die Dienste von Fußball-Nationalspieler Marco Reus gelassen. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass Marco noch eine ganze Weile bei uns bleiben wird“, sagte Borussia Dortmunds Trainer am Samstagabend in der ZDF-Sendung „aktuelle sportstudio“ nach der 0:2-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen zum Bundesligastart. Reus hat bei den Westfalen einen Vertrag bis 2017, besitzt aber eine Ausstiegsklausel für einen vorzeitigen Wechsel.

Deswegen hatte zuletzt vor allem der Vorstandschef von Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, wiederholt gestichelt, dass der BVB den von zahlreichen europäischen Topclubs umworbenen Reus kaum bis zum Vertragsende halten könne.

Dortmunder Neun-Sekunden-Schlaf

Der Neun-Sekunden-Schlaf kostete Borussia Dortmund die ersten Bundesliga-Punkte und brachte Jürgen Klopp ins Grübeln. Mit einem ungläubigen Lächeln und Kopfschütteln registrierte der Trainer des Vizemeisters am Spielfeldrand jene Szene, als Bayer Leverkusen mit dem schnellsten Bundesliga-Tor der Geschichte durch Karim Bellarabi den Grundstein zur 0:2 (0: 1)-Heimpleite des BVB legte.

„Wenn man so ins Spiel startet, das tut schon richtig weh“, sagte Klopp, eine Erklärung für den Blackout seiner Mannschaft fand er jedoch nicht. Seine Versager nahm er jedoch spontan aus der Schusslinie. „Wir waren nicht wach. Den Schuh zieh ich mir an, denn für die Einstellung bin ich zuständig. Der Start war so schlecht, denn können die Jungs nicht allein verbockt haben.“

Selbst die BVB-Profis zeigten sich geschockt. „So wie Leverkusen begonnen hat, wollten eigentlich wir spielen“, meinte der ehemalige Freiburger und Weltmeister Matthias Ginter nach dem Liga-Debüt für den BVB. Doch die Borussen verloren nach dem schnellen Gegentreffer ihre Linie, fanden kein Rezept gegen das aggressive Gegenpressing der Leverkusener.

Zehn Tage nach dem Supercupsieg gegen Bayern München (2:0) wirkte der BVB phasenweise rat- und ideenlos, kam erst nach rund 20 Minuten ins Spiel, ohne jedoch große Torchancen kreieren zu können. Bayer hatte an diesem Nachmittag stets die bessere Antwort parat. „Leverkusen hat seinen Plan durchgezogen, wir lange Zeit nicht“, so Klopp. Das Spiel habe sich wegen des frühen Tores seltsam entwickelt, „wir waren nicht präsent“.

Dass die Borussen ohne acht angeschlagene Spieler auflaufen musste „darf keine Ausrede sein“, so Routinier Sebastian Kehl. Die Weltmeister Roman Weidenfeller und Mats Hummels erschienen nur zur Ehrung vor dem Anpfiff auf den Stadionrasen. Zudem fehlen die verletzten Adrian Ramos, Nuri Sahin, Marcel Schmelzer und Oliver Kirch. Jakub Blaszczykowski und auch Ilkay Gündogan befinden sich noch im Aufbautraining.

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Erst in der zweiten Halbzeit lief es besser für den BVB, der sich vehement gegen die Niederlage stemmte und Bayer unter Druck setzte. „Wir wurden gefährlich, als wir Fußball gespielt haben“, so Klopp. Nach der Halbzeitpause konnten sich somit auch Marco Reus und Ciro Immobile besser in Szene setzen. Der Italiener und Nachfolger von Robert Lewandowski bemühte sich nach Kräften, deutete seine Qualitäten an, blieb aber glücklos.

„Wir haben nicht so gespielt, dass ein Stürmer massenhaft Chancen abgreifen konnten“, erklärte der BVB-Coach. Die Vorstellung des 19,4 Millionen Euro teuren Neuzugang fand er „in Ordnung“. Und dass er in einem Jahr mehr Bindung zum Spiel habe als heute, sei auch klar, ergänzte Klopp und betonte: „Wir sind bei ihm völlig entspannt.“

Auch Nationalspieler Reus werde noch einige Spiele benötigen, um alte Stärke auf den Platz zu bringen. Dazu Klopp: „Wir müssen den Jungs helfen, dass sie wieder in die Spur kommen. Die Bereitschaft ist da, auch der Wille. Auf dem Weg dahin müssen wir Ergebnisse holen.“ Am besten schon am kommenden Freitag (20.30 Uhr/Sky) beim FC Augsburg.

dpa/sid

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