Freitagsspiel HSV - BVB

Tuchel für den HSV ein rotes Tuch

Thomas Tuchel
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Thomas Tuchel stand beim HSV im Wort, entschied sich dann aber für Borussia Dortmund.

Dortmund - Thomas Tuchel wäre als Trainer beinahe beim Hamburger SV gelandet, bevor er sich für Borussia Dortmund entschied. Beim HSV sind sie deshalb nicht gut auf den Ex-Mainzer zu sprechen.

Die Frage musste kommen. Mit welchen Gefühlen Thomas Tuchel nach dem Wirbel um seine Absage in Frühjahr an den Hamburger SV gen Norden fahren würde? „Von meiner Seite gibt es keine Probleme. Ich freue mich auf die Reise dorthin“, formulierte Tuchel in der Pressekonferenz im Vorfeld des Gastspiels von Borussia Dortmund am Freitag (20.30 Uhr/Sky) fast demonstrativ.

An der Alster sind sie allerdings nicht gut auf Tuchel zu sprechen, wähnten sie den umworbenen Coach nach seinem Sabbatjahr schon fest an der Angel, bevor er beim BVB als Nachfolger von Jürgen Klopp unterschrieb.

„Es waren viele vertrauliche Gespräche in Hamburg, dabei möchte ich es belassen“, sagte Tuchel und wollte schließlich doch eines klarstellen: „Wenn man das Gefühl hatte, dass ich am Ende dem großen Karriereplan gefolgt bin, zu einem großen Klub zu wechseln, kann ich sagen: Das Gegenteil war der Fall.“ Wenn man zudem das Gefühl gehabt habe, er habe bezüglich seiner Verpflichtung Sicherheit gegeben, „dann tut es mir leid.“

Erst Zusage in Hamburg, dann Engagement in Dortmund

Tuchel hatte dem HSV nach monatelangen Verhandlungen angeblich schon zugesagt. Die Medien in der Hansestadt jedenfalls vermeldeten den Coup am 10. April schon als fix. Es folgten Dementi und weitere Gespräche, in denen es laut Tuchel-Berater Olaf Meinking darum gegangen sei, dass „gewisse Voraussetzungen stimmen“.

Tuchel sollte einen Neuaufbau beginnen, neue Strukturen schaffen. Angeblich soll der Ex-Mainzer dem milliardenschweren Mäzen Klaus-Michael Kühne in dessen Domizil auf Mallorca sogar sein Konzept erklärt haben. Die Verpflichtung von Tuchel war das große Ziel und rückte näher - unabhängig vom Klassenerhalt.

Offenbar sollte der begehrte Coach bereits Mirko Slomka im Frühjahr vergangenen Jahres ablösen, doch es scheiterte an Tuchels Auszeit. Im September übernahm Joe Zinnbauer, der jedoch nach acht Spielen ohne Sieg gehen musste, Manager Peter Knäbel sprang in der Hoffnung ein, Tuchel würde in Kürze unterschreiben.

Doch spätestens nachdem am 15. April Klopp beim BVB seinen vorzeitigen Abschied verkündet hatte, stand für Tuchel der neue Arbeitgeber fest. Am 19. April wurde der 42-Jährige in Dortmund vorgestellt. Der HSV stand im Regen und ohne Trainer da.

Es ist dem anschließend in den Relegationsspielen besiegelten Klassenerhalt und dem Aufschwung unter Heimkehrer Bruno Labbadia zu verdanken, dass sich die Wogen am Elbstrand in puncto Tuchel zumindest ein wenig geglättet haben.

sid

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