Der BVB lässt sich feiern

Europa-League: Borussia Dortmund wirft Tottenham raus

Die BVB-Spieler lassen sich nach dem Sieg gegen Tottenham Hotspur von den Fans feiern. Foto: Andy Rain
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Die BVB-Spieler lassen sich nach dem Sieg gegen Tottenham Hotspur von den Fans feiern. Foto: Andy Rain

London - Borussia Dortmunds Traum, die aktuelle Saison mit einem Titel zu krönen, lebt auch auf internationaler Bühne weiter. Die Westfalen blieben in ihrem 14. Pflichtspiel des Jahres vor 34.593 Zuschauern an der White Hart Lane in London ungeschlagen und zogen mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg bei Tottenham Hotspur souverän in das Viertelfinale der Europa League ein, nachdem sie schon das Hinspiel in Dortmund deutlich mit 3:0 für sich entschieden hatten.

Wenn der Tabellenzweite der Bundesliga heute wie geplant gegen 13.15 Uhr auf dem Flughafen in Wickede ankommt, werden die Spieler vermutlich direkt am Gepäckband erfahren, auf welchen Gegner sie am 7. und 14. April in der Runde der letzten Acht treffen werden, denn die Auslosung beginnt um 13 Uhr in Nyon. 

Unabhängig vom Kontrahenten steht für Roman Weidenfeller fest: „Wir wollen noch weiter für Furore sorgen, das ist unser Anspruch.“ Angesichts des klaren Vorsprungs aus dem Hinspiel konnten es sich die Gäste sogar erlauben, mit Blick auf das schwere Bundesligaspiel am Sonntag beim FC Augsburg (17.30 Uhr) sanft zu rotieren. So verzichtete Trainer Thomas Tuchel in London auf die Dienste seines Kapitäns Mats Hummels, der sich in den vergangenen Wochen in starker Verfassung präsentiert hatte, dabei aber auch oft gefordert wurde. Für ihn rückte Neven Subotic in die Innenverteidigung neben Sokratis. 

Europa-League: Borussia Dortmund siegt gegen Tottenham

Ilkay Gündogan, seit vergangenen Freitag wieder im Mannschaftstraining, sah daheim am Fernseher zu. Der erwartete große Druck der Spurs blieb von Beginn an aus. Der BVB agierte in der Abwehr mit einer Fünfer- und im Ballbesitz mit einer Dreierkette, in der Matthias Ginter auf der rechten Seite den defensiveren Part hinter Lukasz Piszczek übernahm. Mit dieser Taktik kontrollierten die Borussen die Begegnung von Beginn an, besaßen nach einer Viertelstunde auch die erste Chance durch Marco Reus, der nach einem Rückpass von Henrikh Mkhitaryan nur das Außennetz traf. Wenig später hatten die Spurs ihre erste gefährliche Aktion, allerdings nach einer Standardsituation. Nach einer Ecke von Erik Lamela köpfte Eric Dier nur knapp am Tor von Roman Weidenfeller vorbei.

Spiel war gegessen

In der 24. Minute stellte Pierre-Emerick Aubameyang schließlich endgültig die Weichen Richtung Viertelfinale. Sein Schuss aus 20 Metern senkte sich unhaltbar für Tottenhams Keeper Hugo Lloris ins rechte Eck. „Da war das Spiel eigentlich schon gegessen“, sagte Gonzalo Castro. Plötzlich waren im Stadion nur noch die 2000 mitgereisten Anhänger des BVB zu hören. Die hatten direkt vor der Pause erneut den Torschrei auf den Lippen, doch der allein durchgelaufene Mkhitaryan wurde im letzten Moment von Toby Alderweireld gestört. Tuchel musste zu Beginn des zweiten Durchgangs umstellen, weil Sokratis nach 54 Minuten leicht angeschlagen vom Feld ging. Ginter übernahm die Position des Griechen, Erik Durm wurde eingewechselt und agierte auf der Außenbahn nun vor Piszczek. 

Nach einer Stunde ersetzte der erst 17-jährige Christian Pulisic Reus. Und auch Shinji Kagawa durfte seinen 27. Geburtstag auf dem englischen Rasen feiern. Er kam (71.) für Mkhitayan. Kurz zuvor hatte Aubameyang nach einem Konter das 0:2 erzielt, sein elftes Tor im laufenden Wettbewerb, einschließlich der Qualifikationsspiele. Erst durch ein Geschenk des BVB kamen die Spurs zum Anschlusstreffer. Der Ex-Leverkusener Heung-Min Son sprintete in einen zu kurzen Rückpass von Subotic und ließ Weidenfeller keine Chance. An dem positiven Fazit des BVB-Schlussmanns änderte das nichts: „Wir sind richtig gut aufgetreten, von der ersten Minute an.“

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