Lob vom Trainer

Roman Bürki mit Patzern und Weltklasse-Paraden

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BVB-Keeper Roman Bürki rettete der Borussia mit zwei Weltklasse-Paraden am Ende einen Punkt.

Dortmund - Die Statistik spricht eigentlich für ihn. Immerhin in sieben von zehn Pflichtspielen in der Rückrunde hat Dortmunds Torhüter Roman Bürki die Null gehalten. Doch unumstritten als Nummer eins des BVB ist der Schweizer trotzdem nicht.

Was dem 25-Jährigen, der vor der Saison für 3,5 Millionen Euro vom Absteiger SC Freiburg verpflichtet wurde und Weltmeister Roman Weidenfeller zwischen den Pfosten der Schwarz-Gelben ablöste, fehlt, ist die Konstanz. Das wurde auch einmal mehr gegen die Bayern deutlich. Schon im Hinspiel in München hatte Bürki bei der 1:5-Pleite zweimal böse gepatzt

Das passierte auch am Samstag, blieb diesmal allerdings ohne Folgen. Nach fünf Minuten unterschätzte er eine Rechtsflanke von Douglas Costa, faustete sie genau vor die Füße von Thomas Müller, der das Geschenk allerdings nicht annahm und vorbeischoss. Später spielte er nicht schnell genug ab, riskierte einen Pressschlag mit Robert Lewandowski, der zum Glück für den BVB ins Aus ging. 

Tuchel nimmt Bürki in Schutz

Eine Aktion, für die ihn Thomas Tuchel sogar in Schutz nahm. „Man kann es sich einfach machen und jeden Ball wegschießen. Das hilft nur nicht, dann ergibst du dich in eine Angriffswelle, die nicht aufhört“, rechtfertigte der Dortmunder Fußball-Lehrer die riskante Spielweise seines Schlussmanns und bescheinigte ihm eine starke Leistung. „Ich wollte ihn so mutig haben, wie er gespielt hat. Das liegt in meiner Verantwortung, denn ich bin überzeugt davon, dass man so ein Spiel gegen die Bayern nur beruhigt kriegt, wenn dein Torwart den Mut hat, mitzuspielen. Roman hat überragend gehalten“, beteuerte Tuchel.

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Zwei Weltklasse-Paraden

Mit zwei Weltklasse-Paraden rettete Bürki der Borussia am Ende sogar den Punkt, klärte gegen den allein auf ihn zu laufenden Costa (28.) und lenkte einen Schuss von Arturo Vidal (64.) mit einem Weltklasse-Reflex noch an die Querlatte. Seine eigene Leistung wollte der Schweizer allerdings nicht bewerten. „Es gibt immer Dinge, die man als Torwart verbessern kann“, erklärte der Keeper. „Dennoch bin ich glücklich und stolz auf die Mannschaft, dass wir es gegen die Bayern geschafft haben, zu Null zu spielen.“

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