Arbeitsintensive Phase

Die BVB-Führung bastelt am neuen Kader

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BERLIN - Während die Dortmunder Profis sich entweder auf die Weltmeisterschaft in Brasilien vorbereiten oder aber in den Urlaub fahren können, beginnt für Trainer Jürgen Klopp, Sportdirektor Michael Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watze eine sehr arbeitsintensive Phase.

Das erfolgreiche „Dreigestirn“ der Borussia muss in den nächsten Wochen den Kader für die kommende Saison zusammen stellen.

Ein großes Problem dürfte das nicht sein, schließlich besitzen die Schwarz-Gelben, trotz des Wechsels von Torschützenkönig Robert Lewandowski zum FC Bayern München, ein solides Fundament mit einer enormen Qualität. „Wir schreiben eine Erfolgsstory erster Güte“, erklärte Zorc. „Und es ist unser Auftrag nach diesen wunderbaren Jahren, die kaum zu toppen sind, dieses Leistungsvermögen auf sehr hohem Niveau zu verstetigen.“ Wo der Weg in Zukunft langgehen soll, zeigte der Sportdirektor bereits klar und deutlich auf: „Wir wollen auch 2014/15 zur Bundesligaspitze zählen, unsere Visitenkarte permanent in Europa abgeben, auch im Frühjahr 2015 international dabei sein.“

Unklar ist, wer den BVB neben Lewandowski und Manuel Friedrich, der derzeit einen Verein in Asien sucht, verlassen wird. Während der schwarz-gelben Nacht nach der Final-Niederlage in Berlin beruhigte Klopp schon einmal die Anhänger: „Ihr müsst Euch keine Sorgen machen. Auch wenn uns der eine oder andere Spieler wieder genommen wird, wir werden dann neue gute Jungs holen, die in diese charakterstarke Truppe passen.“

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An Nachwuchsstürmer Marvin Ducksch ist offenbar der Zweitligist TSV 1860 München interessiert. Durchaus möglich, dass Dortmund den 20-jährigen Junioren-Nationalspieler ausleihen wird, damit dieser mehr Spielpraxis erhält. Zudem wäre der Vizemeister sicherlich nicht abgeneigt, Julian Schieber abzugeben, falls ein Interessent gefunden wird. Der Stürmer, der vor zwei Jahren aus Stuttgart kam, hat sich bei den Westfalen nicht durchsetzen können, kam zuletzt nur sporadisch und für wenige Minuten zum Einsatz. Dagegen soll Oliver Kirch angesichts der guten Leistungen in den vergangenen Wochen in den nächsten Tagen einen neuen Einjahresvertrag unterschreiben.

Ebenfalls im Visier haben die Dortmund den Freiburger Matthias Ginter.

Fest verpflichtet haben die Borussen bereits den Kolumbianer Adrian Ramos von Hertha BSC Berlin und Koreaner Dong-Won Ji (derzeit Augsburg), wobei die Dortmunder überlegen, den Koreaner ein weiteres Jahr auf Leihbasis dem FCA zu überlassen. Großes Interesse zeigen die Verantwortlichen weiter an Torjäger Ciro Immobile vom FC Turin, der zu 50 Prozent allerdings auch dem Ortsrivalen Juventus gehört. Watzke und Zorc waren schon zu Verhandlungen in Turin, sollen angeblich 18 Millionen Euro für den 24-Jährigen, der in der Serie A in 33 Spielen 22 Mal getroffen hat, geboten haben. Allerdings dürfte sich dieser Transfer wohl erst nach der WM in Brasilien entscheiden, bei der der Marktwert des italienischen Nationalspielers weiter steigen könnte, zudem plötzlich auch Spaniens Überraschungs-Meister Atletico Madrid mitbietet.

Ebenfalls im Visier haben die Dortmund den Freiburger Matthias Ginter. Die Ablösesumme für den Defensivmann, der in der vergangenen Saison alle 34 Bundesligaspiele für die Freiburger bestritt und noch bis 2017 bei den Breisgauern unter Vertrag steht, soll bei über zehn Millionen Euro liegen. Ob der BVB diese Summe zahlen will, ist fraglich, schließlich muss er auch noch die sieben Millionen Euro für die endgültige Verpflichtung von Nuri Sahin an Real Madrid überweisen. - P.Sch.

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