Borussia Dortmund - Hertha BSC

Tuchel kontert Kritik von Hertha-Trainer Pal Dardai

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Thomas Tuchel kündigte an, den Spielstil seiner Mannschaft nicht ändern zu wollen.

Dortmund - Die Attacke seines Berliner Kollegen Pal Dardai, der sich über Thomas Tuchels Beschwerde nach dem Leverkusen-Spiel über zu viele Fouls gegen den BVB verwundert zeigte, beantwortete der Dortmunder Fußball-Lehrer während der Pressekonferenz am Freitag mit einem gezielten Konter.

„Ich lass mir weder das Schild des schlechten Verlierers oder des Jammerlappens umhängen“, echauffierte sich Tuchel. „Ich habe lediglich auf das Missverhältnis hingewiesen, dass wir die Mannschaft sind, die am meisten gefoult wird und mit Abstand die wenigsten Fouls begeht. Mehr nicht. Ich habe dabei weder bestimmte Karten gefordert noch die Schiedsrichter unter Druck gesetzt.“ 

Dass seine Jungs auf dem Rasen vielleicht zu brav sind, lässt Tuchel nicht gelten. „Wir werden unseren Spielstil nicht ändern“, versicherte der BVB-Coach, der am Freitagabend (20.30 Uhr) gegen die Hertha ein Geduldsspiel erwartet. Die personelle Situation bei den Gastgebern ist derweil sehr angespannt.

Pal Dardai kritisiert Tuchel-Aussagen

Eigentlich wollte der BV Borussia die Länderspielpause nutzen, um den einer oder anderen Rekonvaleszenten wieder näher an die Mannschaft heranzubringen. Doch der Wunsch von Tuchel erfüllte sich nicht. Ganz im Gegenteil. 

Die Verletztenliste ist vor dem Heimspiel am Freitagabend gegen die Berliner Hertha wieder länger geworden. Sven Bender (Knochenmarködem), Erik Durm (Knie-OP), Raphael Guerreiro (Faserriss), Sokratis (Zerrung), Neven Subotic (Aufbautraining nach Brust-OP), Gonzalo Castro (Faserriss), Marco Reus (Aufbautraining nach Schambeinentzündung), Lukasz Piszczek (Knieprobleme) und Andre Schürrle (Innenbanddehnung) stehen den Schwarz-Gelben für das Spitzenspiel zwischen dem Tabellendritten und dem Zweiten aus der Hauptstadt nicht zur Verfügung. 

Entwarnung gibt es lediglich bei Ousmane Dembélé, dessen Knöchelverletzung sich als nicht so schwerwiegend herausstellte. Innenverteidiger Marc Bartra gehört zwar wieder zum Kader, doch weiß Tuchel noch nicht, ob er ihn auch aufstellen wird. „Nach der langen Pause und den erst wenigen Trainingseinheiten könnte das Risiko vielleicht noch zu groß sein“, ließ der Coach diese Frage in der Pressekonferenz unbeantwortet.

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