UEFA Champions League

Schürrle rettet dem BVB einen wichtigen Punkt gegen Real Madrid

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Das war Maßarbeit: André Schürrle traf kurz vor Schluss zum 2:2 für den BVB.

Dortmund - Der erst nach einer Stunde eingewechselte Andre Schürrrle hat den BV Borussia Dortmund am Dienstagabend vor 65849 Zuschauern in der Champions-League-Vorrrunde vor der ersten Heimniederlage gegen Real Madrid bewahrt und dem Bundesligisten mit dem Treffer zum 2:2 in der 87. Minute einen wichtigen Punkt gerettet.

Durch das verdiente Remis behaupteten die Schwarz-Gelben nach dem 6:0-Auftakterfolg in Warschau auch die Tabellenführung in der Gruppe F. Am 18. Oktober steht für den Bundesligisten die nächste Aufgabe bei bei Sporting Lissabon an. 

Für Dortmunds spanischen Neuzugang Marc Bartra, der nach seiner Verletzungspause am Samstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war, reichte es noch nicht für den Kader. Der Innenverteidiger musste, wie Shinji Kagawa, auf der Tribüne Platz nehmen. Matthias Ginter spielte wie schon gegen Freiburg neben Sokratis in der Deckung. Erstmals saß Andre Schürrle wieder auf der Bank. Mario Götze durfte erneut von Beginn an auflaufen. Tuchels Marschroute lautete, den Königlichen mutig, mit Leidenschaft und großer Solidarität untereinander zu begegnen. Doch die erste gefährliche Aktion in dieser Partie war dem Weltfußballer des Jahres vorbehalten. Cristiano Ronaldo scheiterte aber nach zwei Minuten mit einem direkten Freistoß aus 22 Metern an Roman Bürki. Auf der Gegenseite prüfte nur kurz darauf Gonzalo Castro - ebenfalls per Freistoß - Reals Keeper Keylor Navas. Die Partie nahm gleich richtig Fahrt auf. Schüsse von Pierre-Emerick Aubameyang und Ousmane Dembélé verfehlten das Ziel nur knapp.

Es folgte auf Dortmunder Seite die bittere Erkenntnis, dass Nachlässigkeiten auf diesem Niveau sofort hart bestraft werden. Nach einem schnellen Konter nutzte Real die personelle Überzahl gekonnt aus. Gareth Bale bediente Ronalde mit der Hacke, der ließ Bürki aus kurzer Distanz keine Chance und schob zum 0:1 (17.) ein. Auf der Gegenseite hätte Dembélé zwingend den Ausgleich markieren müssen, zögerte aber mit dem Abschluss zu lange, so dass sich Raphael Varane noch in den Schuss werfen konnte und ihn über das Tor abfälschte. Die Bemühungen der tapfer kämpfenden Borussen, die im ersten Durchgang auf erstaunliche 63 Prozent Ballbesitz kam, wurden dann zwei Minuten vor der Pause doch noch mit dem Ausgleich belohnt. Einen Freistoß von Raphael Guerreiro faustete Schussmann Navas genau auf den Kopf von Varane, von wo aus der Ball Richtung Tor prallte. Ob Aubameyang den Ball noch vor der Linie erwischte, war selbst in der Zeitlupe nicht zu erkennen. Die Uefa schrieb aber offiziell dem Gabuner das Tor zu.

Julian Weigls Kommentar zum Spiel 

Der Bundesligist setzte nach der Pause nach, aber Dembélé schoss zunächst aus halbrechter Position knapp über den Querbalken. Und wenig später scheiterte Aubameyang aus zwölf Metern am glänzend reagierenden Navas. Nach gut einer Stunde wechselte BVB-Trainer Tuchel dann Schürrle für Götze ein. Und irgendwie schien dadurch die Ordnung im Spiel der Dortmunder verloren zu gehen. Denn Real wurde nun stärker, schnürte den Bundesliga-Zweiten in der eigenen Hälfte ein. Und ging erneut in Führung. Nach einer Linksflanke von Ronaldo traf Karim Benzema zwar zunächst nur die Unterkante der Latte, doch Verteidiger Varane druckte das Leder im Nachsetzen zum 1:2 (67.) über die Linie. Die Dortmunder gaben nicht auf, versuchten in der Schlussphase alles, um zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. Doch sie hatten dabei zunächst kein Glück. Die erste große Möglichkeit vergab der eingewechselte Christian Pulisic in der 82. Minuten, aber er scheiterte an Navas. Doch der große Auftritt von Schürrle mit dem Ausgleich erlöste kurz vor Schluss den Dortmunder Anhang.

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