UEFA Champions League

Real mit großem Respekt zum BVB

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Toni Kroos kennt die Borussia noch aus seiner Zeit bei den Bayern. "Es war immer schwierig hier", sagt der Nationalspieler.

Dortmund - In der Liga sind die „Königlichen“ aus dem Tritt geraten. Das soll sich in der Champions League nicht wiederholen. Real Madrid will am Dienstag bei Borussia Dortmund (20.45 Uhr) in die Erfolgsspur zurück.

Der vermeintliche Zwist zwischen Cristiano Ronaldo und Trainer Zinedine Zidane soll dann keine Rolle mehr spielen. So hoffte zumindest am Montag Toni Kroos, der die Differenzen nach dem Spiel bei UD Las Palmas (2:2) nicht überbewertet wissen wollte. „Ich glaube, dass aus solchen Geschichten immer mehr gemacht wird als tatsächlich drin ist. Aber das ist normal. Jeder hat mal einen schlechteren und einen besseren Tag. Dann entscheidet der Trainer eben, wer spielt und wer mal 15 Minuten früher vom Feld muss“, sagte der deutsche Nationalspieler in Dortmund. 

Zidane hatte es gewagt, Ronaldo in der 72. Minute auszuwechseln, was dem Portugiesen offenkundig gar nicht gefiel. Er schimpfte auf der Bank und später, wie spanische Medien berichteten, auch in der Kabine. Auch Zidane wiegelte gestern ab: „Nicht nur er (Ronaldo) ärgert sich, wenn er ausgewechselt wird. Das tut jeder. Wir haben schon an das Spiel in Dortmund gedacht“, so der Franzose. Zidane hat vor der Partie beim BVB noch andere Sorgen als das Ego seines Superstars. 

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Der Brasilianer Casemiro ist – ebenso wie Marcelo – nicht fit. Kroos fehlt damit der Nebenmann. „Er ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Er gibt ihr etwas, was wir vorher nicht hatten“, lobte Kroos seinen Mitspieler. Der Weltmeister von 2014 hat großen Respekt vor den Dortmundern. „Ich habe hier mit Bayern schon alles erlebt, es war immer schwierig. Sie sind die zweitbeste Mannschaft in Deutschland, das sagt schon alles. Wir sind gewarnt, zumal Real hier in letzter Zeit nicht so erfolgreich war“, so der Taktgeber des Titelverteidigers.

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Auch seinem Trainer ist nicht entgangen, in welch guter Form sich Dortmund zuletzt präsentierte, geht aber mit breiter Brust in die Partie: „Wir sind Real Madrid. Wann immer wir auflaufen, wissen wir, worum es geht. Wir versuchen unser Spiel zu machen, wie immer.“ In der spanischen Liga klappte das zuletzt nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Egal. „Wichtig ist, dass wir wissen, was zu tun ist. Niemand gibt gerne Punkte ab“, sagte Zidane über die beiden Unentschieden in der Primera Division. 

Ein großes Lob hatte der Weltmeister von 1998 für seinen Landsmann Ousmane Dembélé parat. „Ich kenne ihn schon lange. Ich bin nicht überrascht über das, was er kann.“ Grundsätzlich verfüge der BVB über gute, junge Spieler, „sie hatten zwar viele Wechsel, aber die Philosophie ändert sich nicht."

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