Comeback in drei Monaten?

Borussia Dortmund: Gündogan operiert

+
Ilkay Gündogan.

Dortmund - Nationalspieler Ilkay Gündogan vom deutschen Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund hat sich zu Wochenbeginn einer Operation am Rücken unterzogen und darf auf ein Comeback in etwa drei Monaten hoffen.

Seit August vergangenen Jahres laboriert Ilkay Güdogan an einem Rückenleiden. Nun macht eine Operation neue Hoffnung auf ein baldiges Comeback.

Dortmund (SID) Das Ende der Leidenszeit von Dauerpatient Ilkay Gündogan zeichnet sich ab. Der Nationalspieler vom deutschen Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund unterzog sich zu Wochenbeginn einer Operation am Rücken und darf nach inzwischen zehnmonatiger Pause auf ein Comeback Ende September hoffen. Das bestätigten die Mediziner nach dem erfolgreichen Eingriff.

Bei der Operation in der Schön-Klinik in München-Harlaching wurde ein „minimalinvasiver Eingriff an der Lendenwirbelsäule komplikationsfrei und erfolgreich vorgenommen“, heißt es in einer Pressemittteilung des BVB. Die behandelnden Ärzte gehen davon aus, dass die Rehabilitation drei Monate in Anspruch nehmen wird. Einer Rückkehr Gündogans in den Profi-Spielbetrieb soll anschließend nichts mehr im Wege stehen, heißt es weiter.

Damit würde Gündogan zusammen mit Marco Reus, der im letzten Testspiel der Nationalmannschaft vor der Abreise zur WM in Brasilien gegen Armenien (6:1) einen Teilriss der Syndesmose und einen knöchernen Bandausriss an der Fersenbein-Vorderseite erlitt, etwa Ende September wieder zur Verfügung stehen.

Allerdings wird Gündogan beim Bundesliga-Auftakt am 22. August, noch jüngst als großes Ziel für eine Rückkehr proklamiert, nicht zur Verfügung stehen. Vermutlich auch noch nicht im ersten Gruppenspiel der Champions League (Start 16. September). Doch wichtiger ist das Licht am Ende des Tunnels, das für den 23-Jährigen nunmehr klar erkennbar ist, nachdem zahlreiche konservative Behandlungsmethoden bisher nicht den gewünschten Erfolg brachten.

Gündogans Dilemma begann unmittelbar vor dem Länderspiel am 14. August in Kaiserslautern gegen Paraguay (3:3). Schon im Training zwickte der Rücken. Dennoch stand Gündogan in der Startformation, doch sieben Minuten nach seinem Anschlusstreffer zum 1:2 musste er ausgewechselt werden - der Leidensweg begann.

Die Ungeduld war dem gebürtigen Gelsenkirchener anzumerken, je länger er auf der Tribüne saß. Zahlreiche Ärzte im In- und Ausland, sogar auf der Krim - allerdings vor der Annexion durch Russland - hatte er konsultiert, um die Entzündung an der Nervenwuzel eines Lendenwirbels therapieren zu lassen. Zuletzt verbrachte Gündogan die meiste Zeit in der Reha in Donaustauf bei Klaus Eder, dem Physiotherapeuten der Nationalmannschaft.

„Er bekommt alle Zeit der Welt. Wir wissen wie langwierig solche Entzündungen sind, wir werden auf ihn warten“, hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp stets betont. Dass Gündogans Zukunft bei den Schwarz-Gelben nunmehr planbar ist, eröffnet seiner Mannschaft nach den Zugängen der Torjäger Ciro Immobile (FC Turin) und Adrian Ramos (Hertha BSC) sowie Dong Won-Ji (FC Augsburg) neue Perspektiven.

Sollte Gündogan an seine alte Leistungsstärke anknüpfen können, dürften spätestens in der Rückrunde die europäischen Spitzenklubs wie der FC Barcelona erneut um den technisch versierten Mittelfeldspieler werben. Der Vertrag beim BVB wurde im April zunächst nur um ein weiteres Jahr bis 2016 verlängert.

„Es war die vernünftigste Entscheidung“, sagte Gündogan jüngst in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung, „um ein Jahr zu verlängern, damit beide Seiten zumindest für einen gewissen Zeitraum Gewissheit haben. Langfristige Entscheidungen sollte man treffen, wenn man gesund ist, und nicht, wenn man ein paar Monate keinen Fußball spielen durfte.“ Diese Zeit dürfte schon bald Vergangenheit sein.

SID

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare