Vor dem Liga-Auftakt

Tuchel voll des Lobes für Kagawa und Castro

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Shinji Kagawa ist einer der Gewinner der Vorbereitung. Thomas Tuchel bescheinigte ihm "herausragende Leistungen."

Dortmund - Mario Götzes Pflichtspiel-Comeback bei Borussia Dortmund lässt weiter auf sich warten. Das bestätigte Trainer Thomas Tuchel am Freitag

Der Nationalspieler fehlt dem BVB damit zum Bundesliga-Auftakt gegen den FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr). Die Nachricht vom Ausfall des Spielmachers kam wenig überraschend, pausierte Götze doch schon im Pokal gegen Eintracht Trier (3:0).

„Er hat heute voll trainiert. Für ihn kommt das Spiel aber noch zu früh. Wir haben entschieden, dass er noch nicht dabei ist“, so Tuchel. Götze hatte zuletzt mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen. Wahrscheinlich ist, dass Shinji Kagawa wie zuletzt gegen Eintracht Trier auf der zentralen Position hinter Pierre-Emerick Aubameyang spielen wird. Dem Japaner und auch Gonzalo Castro bescheinigt Thomas Tuchel „herausragende Leistungen. In dieser Saison, aber auch zum Ende der abgelaufenen Saison. Sie haben gefühlt keine Einheit versäumt. Beide sind Vorbilder durch und durch.“

Eintracht Trier - Borussia Dortmund 0:3

Nicht im Kader stehen Matthias Ginter und Sven Bender. Beide bekommen nach ihrer Rückkehr aus Rio noch eine Pause. „Wir sind der Meinung, dass das Endspiel über 120 Minuten, die Reise und die Zeitverschiebung nachwirken, emotional und körperlich. Da wollen wir kein Risiko eingehen“, so der Trainer über das Duo. Sven Bender sei angeschlagen und hätte ohnehin nicht spielen können, so Tuchel weiter.

"Die Zeiten haben sich geändert" 

Die Mannschaft anführen wird Marcel Schmelzer, der die Kapitänsbinde schon während der Vorbereitung getragen hat. „Eine logische Entscheidung“, kommentierter der Trainer, „aber die Zeiten haben sich geändert. Verantwortung wird auf mehrere Schultern verteilt. Bei mir persönlich nimmt die Kapitänsfrage den kleinsten Teil der Vorbereitung ein.“

Ebenso logisch wie die Entscheidung pro Schmelzer dürfte der Einsatz von André Schürrle sein. Der Flügelstürmer präsentierte sich in den Testspielen und im DFB-Pokal in guter Form und bewies seinen Torinstinkt. Schürrle selbst sagte kürzlich, er fühle sich in Dortmund „pudelwohl“. Tuchel, mit dem der Nationalspieler schon in Mainz zusammengearbeitet hat, lobte seinen Schützling. „Der größte Anteil, bei allen Spielern mit auffällig guter Form, liegt bei den Spielern selbst“, so der Fußballlehrer. Aber Schürrles Weg habe gerade erst begonnen. Der Anfang, das steht außer Frage, ist vielversprechend.

"Wir fühlen uns sehr gut" 

Zum Gegner sagte der frühere Mainzer Trainer: „Es gab Ausschläge in alle Richtungen. Wir gehen davon aus, dass sie sich über das definieren, was sie sich auf die Fahne schreiben. Über Laufstärke, Kompaktheit, Verteidigung und Umschaltspiel. Sie werden sehr fleißig spielen.“ Für seine Mannschaft gelte es daher, Lösungen zu finden. Im Bezug auf den anstehenden Saisonstart, „fühlen wir uns als Gruppe sehr gut“, sagte Tuchel, „es entsteht großes Vertrauen in jedem Training und in jedem Spiel.“

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