Arbeitssieg

BVB baut Vorsprung in der Tabelle  weiter aus

Fußball Bundesliga 21. Spieltag: Borussia Dortmund - Hannover 96 am 13.02.2016 im Signal Iduna Park in Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Dortmunds Neven Subotic (l) und Edgar Prib von Hannover versuchen an den Ball zu kommen. Foto: Bernd Thissen/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Dortmund - Mit 28 Punkten aus den ersten zehn Heimspielen der Bundesliga hat der BV Borussia Dortmund einen neuen Vereinsrekord aufgestellt, doch der 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den Tabellenletzten Hannover 96 vor 80.900 Zuschauern verbreitete auch nach Meinung von Trainer Thomas Tuchel wenig Glanz. Der sprach nach dem Schlusspfiff von einem zähen Spiel. „Das sah mehr nach Arbeit aus“, erklärte Tuchel.

Die Spione des FC Porto dürften vor dem Achtelfinal-Hinspiel der Europa League am Donnerstag (19.05 Uhr) in Dortmund wenig beeindruckt gewesen sein. Aber der Fußball-Lehrer des BVB zeigte sich dennoch zuversichtlich und sah seine Mannschaft für die kommenden harten englischen Wochen gerüstet: „Wir wissen, dass wir Luft nach oben haben. Wir konnten nicht alles abrufen, aber das ist okay. In den nächsten Wochen werden wir auf allerhöchstem Niveau geprüft werden und fühlen uns bereit dafür.“ 

Und so ganz nebenbei bauten die Borussen im Kampf um einen direkten Champions-League-Platz ihren Vorsprung in der Tabelle auf den Tabellendritten auf stolze 13 Punkte auf. Der heißt jetzt Leverkusen und erwartet den BVB am Sonntag (17.30 Uhr) zum Top-Spiel unter dem Bayer-Kreuz.

Nach gutem Beginn und zwei Riesenmöglichkeiten durch Marco Reus, der mit einem direkten Freistoß nur die Querlatte traf, hatten die Schwarz-Gelben gegen Hannover ohne Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (Fußprellung) gegen ein leidenschaftlich verteidigendes Schlusslicht Probleme. Laut Tuchel lag es an der fehlenden Präzision, Unkonzentriertheit und technischen Fehlern, dass die Gastgeber nicht die nötigen Räume fanden, um das Spiel zu beschleunigen. So fiel der Treffer des Tages durch eine Einzelaktion, die Henrikh Mkhitaryan in der 57. Minute mit dem ersten Dortmunder Weitschusstreffer der laufenden Runde abschloss. 

 „Ich habe den Ball von Marco Reus bekommen und wollte eigentlich den Doppelpass mit ihm spielen“, berichtet der Armenier nach der Partie. „Dann habe ich aber gesehen, dass er einen Hintermann hatte und bin selbst nach innen gezogen. Ich habe bei meinem Schuss versucht, den langen Pfosten anzupeilen. Zum Glück hat es geklappt.“

Neben Mkhitaryan gab es nach dem Schlusspfiff einen weiteren Dortmunder Spieler, der Grund zur Freude hatte. Innenverteidiger Neven Subotic stand erstmals seit langer Zeit vor eigenem Publikum in der Startformation und zeigte eine gute Leistung. „Ich hatte Schmetterlinge im Bauch, schließlich war es mein erstes Heimspiel in dieser Saison. Es war, wie wenn man in eine alte Wohnung zurückkehrt“, gestand der Serbe ein. „Man kennt alles und fühlt sich wohl.“

Anders sah die Gefühlslage bei 96-Trainer Thomas Schaaf aus, der mit den Niedersachsen bereits das vierte Spiel in Folge verlor. Dennoch sah der Coach „einen Schritt nach vorn. Wir haben eine gute Leistung gezeigt. Es wäre nur schön, wenn wir dafür auch einmal etwas bekommen würden.“ So wurde der Abstand zum rettenden Ufer größer. Sechs Punkte sind es bis zum Relegationsplatz, gar sieben Zähler bis zu einem Nichtabstiegsrang. So blieb Schaaf am Ende nur ein kleiner Hoffnungsschimmer: „Wenn wir mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen, hätten wir Dortmund wehtun können.“

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