Youngster Pascal Stenzel nach Freiburg ausgeliehen

BVB bangt gegen den FC Ingolstadt um Marco Reus und Ilkay Gündogan

Einsatz fraglich: BVB-Offensivspieler Marco Reus laboriert genau wie Mittelfeldakteur Ilkay Gündogan an einer Virusinfektion.
+
Einsatz fraglich: BVB-Offensivspieler Marco Reus laboriert genau wie Mittelfeldakteur Ilkay Gündogan an einer Virusinfektion.

Dortmund - Acht Punkte Rückstand auf die Münchner Bayern, acht Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Als in der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am heutigen Samstag (15.30 Uhr) gegen den Aufsteiger FC Ingolstadt vom „einsamsten Klub der Fußball-Bundesliga“ und drohender Langeweile in Dortmund die Rede ist, muss selbst Thomas Tuchel etwas schmunzeln.

Ein erneut ausverkauftes Stadion belegt, dass neben dem BVB-Trainer auch die Anhänger der Schwarz-Gelben weiter große Lust auf attraktiven Fußball haben. 

Was, so Schlussmann Roman Bürki, zudem für alle Dortmunder Profis gilt. „Wir spielen nicht, um jemanden einzuholen oder abzuhängen“, beteuert der Schweizer. „Wir spielen, um uns zu verbessern. Deswegen lassen wir keinen Deut nach und bleiben dran.“ 

Schmelzers Einsatz sehr unwahrscheinlich

Der gute Rückrundenstart mit dem 3:1-Erfolg in Mönchengladbach war laut Bürki wichtig für das Selbstvertrauen. „Nicht nur der Sieg, sondern vor allem die Art und Weise, wie wir gespielt haben“, ergänzt der Torhüter. Gegen den Neuling aus Ingolstadt wollen die Borussen die Position weiter zementieren. 

Allerdings bangt Tuchel um drei Stammspieler. Außenverteidiger Marcel Schmelzer klagt über eine Blockade im Nackenwirbelbereich. „Wer ihn beim Essen gesehen hat, der rechnet kaum damit, dass er spielen kann“, erklärt Tuchel. „Die Gabel ging eindeutig zum Mund, nicht der Kopf zur Gabel.“ 

Ilkay Gündogan und Marco Reus laborieren an einen Virusinfektion. Da werden laut Trainer erst heute die Werte endgültig entscheiden, ob sie auflaufen können.

Marco Reus und die Reise nach München

Kein Grund zur Besorgnis sei laut Tuchel allerdings die Tatsache, dass Reus in dieser Woche nicht trainieren konnte und am Donnerstag kurzfristig zu einem Check zu Dr. Müller-Wohlfarth nach München geflogen war. „Es ist alles gut bei Marco. Die Reise nach München rührte nicht daher, dass sich seine Situation verschlimmert hat“, bekräftigt der Dortmunder Fußball-Lehrer, der nach der langen Verletzungspause des Nationalspielers nicht das geringste Risiko eingehen will. 

„Wir sind auf der Suche nach einem medizinischen Durchbruch, damit bei ihm die letzten Prozentpunkte zurückkommen. Es geht nur um ein Gefühl, um Freiheit, das letzte Vertrauen“, versichert Tuchel, der die kurze Zeit vor den harten englischen Wochen auch in dieser Hinsicht nutzen will. 

Tuchel: "Es kann ein Geduldsspiel werden"

Gegen den FC Ingolstadt erwartet die Borussia eine sehr unangenehme Aufgabe. „Ingolstadt ist sehr effektiv. Sie haben mit wenigen eigenen und wenigen Gegentoren sehr viele Punkte geholt und werden bei uns mit maximalem Selbstbewusstsein spielen“, schätzt Tuchel den Kontrahenten ein. 

„Es kann ein Geduldsspiel werden, aber ich möchte eigentlich nicht zu viel erwarten, um uns die Freiheit zu bewahren, auf mögliche Überraschungen reagieren zu können.“ 

"Jeder Wechsel schreibt sein eigenes Drehbuch"

Spannend bleibt auch die Frage, ob die Borussia bis zum Transferschluss noch einen Neuzugang präsentieren wird. Angeblich soll der 21-jährige spanische Junioren-Nationalspieler Olivier Torres von Atletico Madrid bereits auf dem Weg nach Dortmund sein. Was Tuchel allerdings nicht bestätigt. 

Er selbst sieht dem 1. Februar sehr entspannt entgegen: „Wir halten uns alle Möglichkeiten offen. Alle Ergebnisse, die daraus resultieren, sind okay. Ich habe großes Vertrauen in meine Spieler. Und Winter-Transfers bergen auch immer Risiken. Jeder Wechsel schreibt sein eigenes Drehbuch.“

Unterdessen wird der Kader des BVB noch etwas dünner: Der BVB hat sich nämlich mit Zweitligist SC Freiburg auf eine Ausleihe von BVB-Profi Pascal Stenzel verständigt. Der 19-Jährige wird bis zum 30. Juni 2017 für die Breisgauer auflaufen, die in der 2. Bundesliga aktuell einen Aufstiegsplatz belegen. 

„In Freiburg hat Pascal beste Chancen, viele Spielanteile auf hohem Niveau zu erhalten und sich so nachhaltig weiterzuentwickeln“, betont Sportdirektor Michael Zorc. Über die Modalitäten der Ausleihe vereinbarten beide Klubs Stillschweigen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare