3:0 gegen Anderlecht

BVB streicht Balsam auf die Derby-Wunden

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BRÜSSEL . Balsam auf die Derby-Wunden: Zumindest in der Champions League läuft es für den BV Borussia Dortmund weiter wie geschmiert.

Von Peter Schwennecker

Mit einem verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg vor 21.000 Zuschauern beim belgischen Meister RSC Anderlecht behaupteten die Schwarz-Gelben die alleinige Tabellenführung in der Vorrundengruppe D und können jetzt in drei Wochen ganz gelassen zum nächsten Auswärtsspiel zu Galatasaray Istanbul reisen. "Das war knallharte Arbeit heute mit einem günstigen Spielverlauf", urteilte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Schlusspiff: "Insgesamt jetzt nichts fürs Reissbrett, aber alles in Ordnung."

Gegenüber der Pleite auf Schalke gab es beim BVB gleich vier Änderungen. Die größte Überraschung: Weltmeister Mats Hummels musste beim Anpfiff auf der Bank Platz nehmen. Für ihn spielte wieder Sokratis neben Neven Subotic in der Innenverteidigung. Routinier Sebastian Kehl kehrte nach seiner Verletzungspause ins defensive Mittelfeld zurück, Marcel Schmelzer besetzte die linkte Außenverteidigerposition für Marcel Durm. Und Shinji Kagawa sollte für die kreativen Momente in der Offensive sorgen.

Was sich schon zu Beginn der Partie auszahlte. Denn es waren gerade einmal zwei Minuten und 50 Sekunden gespielt, als der kleine Japaner Ciro Immobile mit einem Pass in den Strafraum freispielte und der Italiener eiskalt mit seinem zweiten Tor in der Königsklasse zum frühen 0:1 vollstreckte. "Ich will in jedem Spiel treffen, aber in der Champions League macht es besonders Spaß", sagte Immobile nachher Dortmund agierte konzentriert und druckvoll, schnürte die Belgier mit konsequentem Pressing in der eigenen Hälfte ein. Allerdings versäumte es der Bundesligist bei drückender Überlegenheit und einer Vielzahl von guten Chancen, vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen.

Es war schon eine kuriose Aktion für die Sparte Pleiten, Pech und Pannen eines jeden Jahresrückblicks, wie Pierre-Emerick Aubameyang nach zehn Minuten aus nur sechs Metern nach einem Querpass von Kevin Großkreutz frei und unbedrängt am leeren Tor des belgischen Tabellenführers vorbeischoss. Der Ghabuner scheiterte ein weiteres Mal am RSC-Schlussmann Silivo Proto (18.), auch die Direktabnahme von Schmelzer landete nicht im Anderlechter Tornetz (30.).

Die Gastgeber tauchten nur einmal nach einem Konter gefährlich vor Roman Weidenfeller auf, doch Dennis Praet konnte den BVB-Schlussmann im direkten Duell nicht überwinden (15.).

Auch nach dem Seitenwechsel besaß der Bundesligist durch Aubameyang und Immobile die ersten beiden Torchancen. Doch nach und nach legte der belgische Meister anschließend seinen großen Respekt ab und versuchte selbst, etwas Druck aufzubauen. Doch ernsthaft in Gefahr geriet das Dortmunder Tor t nicht. BVB-Trainer Klopp setzte weiter auf Offensive und brachte nach 64 Minuten Adrian Ramos für Großkreutz. Ein Glücksgriff, wie sich nur wenig später herausstellte. Nach einer Rechtsflanke von Lukasz Piszczek markierte der Kolumbianer aus kurzer Distanz das wichtige 0:2 (68.). Und in der 78. Minute ließ Ramos sogar noch das 0:3 folgen.

Danach konnten die Borussen mit Blick auf das nächste Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen den Hamburger SV den Schongang einlegen. Klopp nahm auch Immobile vom Feld und brachte dafür mit Eric Durm einen weiteren Defensivmann. Dafür rückte Piszczek auf der rechten Seite weiter nach vorn.

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