Zwei RSV-Neuzugänge in Hamm vor dem Debüt

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Der Kapitän ist zurück: Dennis Geckert steht nach seinem Urlaub gegen Handball Hamm III wieder im RSV-Kader.

Bönen - Wenn Mike Rothenpieler seinen Kader für die Landesliga-Partie am Samstag bei der SG Handball Hamm III (17.15 Uhr) durchzählt, kommt er mit seinen zwei Händen nicht mehr aus. Was für einen Handball-Trainer eigentlich selbstverständlich klingt, ist es für den Coach des RSV Altenbögge in den vergangenen Wochen eben nicht gewesen. Beim Auswärtsspiel bei Borussia Höchsten vor 14 Tagen kam er nun auf neun Akteure, die Partie am vergangenen Sonntag gegen den TV Brechten verlegten die Bönener sicherheitshalber. Jetzt kann Rothenpieler immerhin wieder durchwechseln.

Von einer Best- oder Stammbesetzung ist der RSV allerdings immer noch fast soweit entfernt wie Nordkorea von der Demokratie. Die Liste der Ausfälle ist weiter länger als die der fitten Spieler. Doch der Kader erhält in der Freiherr-vom-Stein-Halle in Werries durch die Rückkehr von Kapitän Dennis Geckert (Urlaub) sowie die kurzfristig verpflichteten Neuzugänge Chris Kleeschulte und Florian Warias wieder Wechselmöglichkeiten. Zudem hat Rothenpieler auch alle Positionen auf dem Feld besetzt, weil Warias die vakante Aufgabe des Kreisläufers übernimmt. Im Gegensatz zu Kleeschulte ist er bereits im Training. Der Bruder von Torwart Kai Kleeschulte, der am Kreis und auf Linksaußen spielen kann, lernt seine Teamkollegen dagegen erst am Samstag kennen, erlebt also einen regelrechten Kaltstart. „Er hat Handball aber verstanden, da sehe ich keine Probleme“, sagt der Trainer und freut sich über die Schnelligkeit, die Chris Kleeschulte mitbringt.

Trotz des neuen Personals ist der RSV in Hamm Außenseiter. Die SG verfügt laut Rothenpieler über einen jungen und ausgeglichen besetzten Kader, der auf keiner Position Schwächen offenbart und variable Deckungssysteme praktiziert. Mit einem Sieg, einer Niederlage und einem Unentschieden fiel die Bilanz des Gastgebers durchwachsen aus. Im Gegensatz dazu konnte Altenbögge nicht mehr vernünftig trainieren. Individuelles Programm stand statt taktischen Übungen an, da nur sechs bis sieben Leute anwesend waren.

Dementsprechend wichtig werden in Hamm die Grundtugenden sein. Wir müssen sicher schießen und an unser Limit gehen“, sagt Rothenpieler, der zudem fordert, dass die taktischen Maßnahmen umgesetzt werden. „Wir müssen die Partie so lange wie möglich offen halten, damit wir nicht den Mut verlieren“, so der Trainer. Gegen Höchsten zeigte der RSV trotz der Rumpfmannschaft ein gutes Spiel, rannte aber durch Schwächephase fast die ganze Zeit einem Rückstand hinterher, so dass am Ende die letzten Kraftreserven fehlten. - bob

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