Wollen Kempe und Öncül zur SpVg-Reserve?

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SpVg-Trainer Ralf Thiemann würde sich über die Verstärkungen freuen.

Bönen - Unerwartete Bewegung gibt es momentan im Personalkarussell am Rehbusch. Davon könnte in erster Linie die zweite Mannschaft der SpVg Bönen profitierte, deren Kader sowohl in der Breite als auch in der Qualität enorm zulegen könnte.

Namentlich geht es um Ali und Malik Öncül, Kevin Scheibke, Björn Kempe und Arif Suludere, die gegenüber SpVg-II-Trainer Ralf Thiemann ihr Interesse bekundeten, künftig in der zweiten Mannschaft spielen zu wollen. „Die Jungs wollen Spaß haben und Fußball spielen“, sagt Thiemann, der zudem die Zusage hat, dass Torhüter Steven Steinwachs nach einem Jahr Fußballpause wieder Lust hat. Auch der Stammkader der Bönener Reserve, die die Saison als Zehnter abgeschlossen hatte und sich dabei besonders in der zweiten Hälfte der Rückrunde als erfolgreich und torgefährlich präsentiert hatte, bleibt zusammen.

Suludere und Malik Öncül hatten zum Saisonende schon fest in der zweiten Mannschaft gespielt. Interessant werden die Personalien besonders im Fall von Björn Kempe und Ali Öncül, die der TSC Kamen im WA bereits als Neuzugänge für die Spielzeit 2016/2017 präsentiert hatte. Bis Ende Mai hatte die SpVg den Spielern eine Frist gesetzt: „Wir sind uns nicht einig geworden, haben aber keinem einen Wechsel nahegelegt“, sagt deren Sportlicher Leiter Hansi Sack.

Thiemann ist erst einmal zurückhaltend. „Beim Trainingsauftakt am 3. Juli wird sich zeigen, ob sie wirklich alle dabei sind“, weiß er, dass noch einige Gespräche zu führen sind. Der Trainer ließ sich eine kleine Option für einen Wechsel offen, da er ein Angebot vorliegen habe. „Erst mal plane ich aber für die Zweite“, betont er, wo er weiter gemeinsam mit Marco Wittwer die Geschicke leiten will. Mithelfen im Trainerteam wolle auch Kempe, was dieser Thiemann signalisiert habe. Von Vereinsseite sei alles offen, betont Sack. „Die Spieler sollen selbst entscheiden. Sie sind gerne weiter in Bönen gesehen.“

Mit der so aufgestockten Mannschaft könnte Bönen dann sogar oben mitspielen. Doch Thiemann geht es vorrangig um etwas anderes. „Ich möchte mal wieder regelmäßig trainieren und schon samstags wissen, wer spielt“, sagt der Coach, der in der Vorsaison oft noch kurz vor dem Anpfiff eine Elf zusammentelefonieren musste.

Mit der abgelaufenen Spielzeit ist der Trainer durchaus zufrieden. „Wenn mir vorher gesagt hätte, wir werden Zehnter, hätte ich das sofort unterschrieben. Ich hatte Angst, dass wir absteigen, weil wir die Mannschaft zurückziehen müssen“, sagt er. Die SpVg-Reserve startete im Grunde ohne Vorbereitung in die Spielzeit, weil keine Leute vorhanden waren. Mehrmals waren die Bönener kurz davor, eine Partie abzusagen, neben Alt-Herren-Spielern mussten sogar Thiemann und Wittwer selbst ran, damit alle Partien durchgeführt wurden.

Das schlug sich in den Ergebnissen nieder. Nach drei überraschenden Siegen und Platz zwei folgten vier Spiele ohne Sieg. Bis auf Rang 14 ging es runter. Und bis Ostern herrschte akute Abstiegsgefahr, ehe eine Siegesserie auch dank einiger Kader-Rückkehrer zu einem schönem Abschluss führte. „Es gab sechs, sieben Leute, die immer mitgezogen haben, da kann man nur den Hut ziehen“, lobt Thiemann seinen kleinen Stamm, der nun eine weitere Erweiterung erfahren könnte. - bob

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