TVG will sich vom Negativlauf nicht runterziehen lassen

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Mit dem 1:4 in Herringen fing die Niederlagenserie der Fliericher (links Simon Maletz) an.

Bönen - Der Start ließ sich so gut an für den TVG Flierich-Lenningsen. Mit 5:2 fegten die Germanen am ersten Spieltag der Fußball-Kreisliga A1 im Aufsteigerduell Rot-Weiß Unna II förmlich vom Butterwinkel. Zuvor im Pokal gab es ein 5:0 gegen Ligakonkurrent SV Stockum. Doch seitdem wartet der TVG auf einen Sieg. Den Flierichern ist der Flow abhanden gekommen.

„Wir haben uns von den Niederlagen herunterziehen lassen“, sagt Mittelfeldmotor Simon Maletz und erklärt: „Die Stimmung ist jetzt nicht mehr so optimal.“ Dem Sieg gegen Unna, das mittlerweile auf den vierten Platz vorgerückt ist, folgten für Flierich ein glückliches 0:0 bei der IG Bönen und anschließend vier Pleiten. Die waren auf verschiedene Arten bitter: In Herringen unterlag der TVG einem keineswegs besseren Gegner mit 1:4, in Uentrop setzte es eine 1:8-Klatsche. Zuhause verloren die Germanen gegen die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, den TSC Hamm II und zuletzt SuS Rünthe, jeweils mit einem Tor Unterschied. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Müller rutschte bis auf den 14. Tabellenplatz ab.

„Ich würde mich nicht beschweren, wenn wir am Ende dort stehen würden. Wenn wir einen Platz vor den Abstiegsrängen landen, ist alles gut“, verfällt Maletz nicht in Panik. Er hätte aber auch nichts dagegen, wenn nicht bis zum letzten Spieltag gezittert werden müsste. Dazu muss der TVG aber bald wieder in die Spur finden. „Wir dürfen uns nicht runterziehen lassen“, sagt Maletz, „wir müssen wieder den Fußball spielen, der uns stark gemacht hat.“

Das wird derzeit allerdings durch den personellen Engpass schwierig. Lukas Kurz fehlt in der Mittelfeldzentrale, auch Kapitän Thorsten Bennemann wird schon länger vermisst. Dazu fallen immer wieder Offensivleute wie Tobias Weiß, Sebastian Schlieper und Gillian Daude aus. Allein dieses Trio schoss im Aufstiegsjahr 66 Tore für den TVG. Vorne fehlt also die Durchschlagskraft. Und weil der Kader dünn besetzt ist, bleibt Flierich dann sogar gegen einen Mitkonkurrenten wie den SuS ohne Torerfolg. „Rünthe hätten wir schlagen müssen“, sagt Maletz, der aber auch zugibt: „In der Verfassung von Sonntag hätten wir auch Unna nicht geschlagen.“

Die größte Hoffnung der Fliericher besteht demnach darin, dass sich die Lücken im Aufgebot wieder schließen. Weiß, Daude, Schlieper und auch Kurz sollten bald eingreifen können. Und es scheint in diesem Jahr viele Mannschaften zu geben, die gegen den Abstieg kämpfen und vom Leistungspotenzial in Reichweite des TVG sind. Viel wird von den nächsten Wochen abhängen: Zwar sind die Germanen am Sonntag gegen den in einer tiefen Krise steckenden Meister VfL Mark in der Außenseiterrolle, danach stehen aber fünf Begegnungen gegen Mannschaften zwischen Platz zehn und 17 auf dem Programm. Sechs-Punkte-Spiele also.

Maletz ist guter Dinge. „Es wird wieder bergauf gehen“, macht er seinen Teamkollegen Mut. Die Fliericher wollen dabei nicht von ihrer Marschroute abweichen. Ballbesitzfußball steht weiter auf der Agenda. „Wie im letzten Jahr, auch wenn das in der A-Liga viel schwieriger wird“, weiß Maletz, der das Kreisoberhaus für „enorm“ viel stärker als die B-Liga hält. Doch das war am Butterwinkel allen vor der Saison klar, der schlechte Start hat vielleicht die Sinne noch einmal deutlich geschärft.

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