Wenig Lichtblicke beim RSV vor dem Nachholspiel

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Der nächste Verletzte beim RSV: Lukas Florian hat sich den Finger gebrochen.

Bönen - Eigentlich machen die Handballer in den Ferien ja Pause. Und auch die wenigen einsatzfähigen Spieler des RSV Altenbögge hätten wohl nichts dagegen, wenn sie erst in einer Woche und dann mit mehr Alternativen auflaufen müssten. Doch da die Bönener selbst um einen neuen Termin für ihre Partie des dritten Spieltags der Landesliga gebeten haben, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als am Sonntag erneut ersatzgeschwächt in der MCG-Halle (18 Uhr) gegen den TV Brechten anzutreten.

„Die Spielverlegung hat nicht viel gebracht“, sagt Tino Stracke nicht ohne eine Portion Galgenhumor. Zwar sind mit Chris Kleeschulte und Florian Warias mittlerweile zwei Neuzugänge spielberechtigt, von denen Letzterer kränkelt und daher nicht hundertprozentig fit ist. Dafür fallen mit Lukas Florian (gebrochener Finger) und wohl auch Co-Trainer Christian Kleff (Zehenverletzung) zwei Akteure aus. Torhüter Kai Kleeschulte beklagt zudem ein dickes Knie. Die Personalmisere beim RSV hält also weiter an und führte am Donnerstag dazu, dass ein weiteres Mal in dieser Saison mangels Masse das Training ausfiel.

Angesichts des knappen Kaders hilft der beruflich stark eingespannte Tim Gerwien aus, so dass Trainer Mike Rothenpieler auf neun Feldspieler kommt. Die Zahl könnte steigen, weil Akteure aus der spielfreien zweiten Mannschaft auflaufen könnten, und außerdem noch ein weiterer Neuzugang, zu dem sich Stracke nicht genauer äußern wollte, in der Warteschleife ist. Im Tor ist Thomas Wollek eine weitere Alternative.

Die vielen Ausfälle haben die Altenbögger bislang hervorragend kompensiert und zwei von drei Saisonspielen gewonnen. „Das geht nur, wenn die Einstellung stimmt und jeder hundert Prozent gibt“, sagt Stracke und fordert für die Aufgabe gegen Brechten: „Jeder muss 110 Prozent geben.“ Die Gäste stehen mit 1:5 Punkten auf dem vorletzten Platz. „ Die Brechtener sind aber besser, als sie momentan stehen. Sie hatten den Anspruch, oben mitzuspielen“, sagt Rothenpieler und verweist unter anderem auf den gewonnenen Dortmunder Stadtmeistertitel. In Acht nehmen müssen sich die Bönener vor dem Halblinken Alexander Sinkevitch, der bereits 19 Treffer erzielt hat. „Den müssen wir aus dem Spiel nehmen“, sagt der Trainer und überlegt noch er dem Brechtener mit Manndeckung oder im Verbund beikommen will. „Wir müssen unangenehm sein“, so Rothenpieler.

Was noch nötig ist für den zweiten Heimsieg des Aufsteigers? „Auf jeden Fall eine bessere Leistung als im Pokal gegen Unna“, erklärt Stracke und lacht. Eine derartige Vorstellung wie beim 28:27 gegen die in der 1. Kreisklasse spielende Zweitvertretung der HSG würde in der Landesliga allerdings wohl auch in einem Debakel enden.

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