TuS-Ringer hochmotiviert und variabel wie selten

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Lukas Korte geht als bester TuS-Ringer des Vorjahres in die neue Saison, könnte aber nun auch in der 86-kg-Klasse zum Einsatz kommen.

Bönen - Die Motivation ist hoch bei den Ringern der TuS Bönen. „Das ist die beste Trainingsbeteiligung, die ich seit Jahren gesehen habe“, sagt Kapitän Daniel Keim. Schon vor den Sommerferien übten die Athleten fleißig in der Goethehalle. Und jetzt, da die TuS am Samstag mit einem Heimkampf gegen den KSV Mülheim-Styrum in die Verbandsliga-Saison startet, ist die Teilnahme ungebrochen. „Alle sind motiviert. Es gibt keine Anzeichen, dass sich irgendjemand hängen lässt“, freut sich Keim.

Für die Mannschaft bedeutet dies eine größere Planungssicherheit, nachdem im Vorjahr bei einigen Kämpfen die Gewichtsklassen nur mit Mühe besetzt wurden. „Wir stehen recht variabel“, sagt der Kapitän und verweist darauf, dass er und Trainer Ingo Manz ein paar Ringer in den Klassen verschieben können – je nach Stärken und vermuteter Aufstellung des Gegners.

Diese gute Situation ergibt sich auch daraus, dass die Bönener ihren Kader im Vergleich zur Vorsaison verbreitert haben. Mit Ibrahim und Hamdin Ipek kamen zwei jungen Kämpfer aus Detmold, dazu hat der Flüchtling Mujtaba Saeedy nach einem langen Marsch durch die Instanzen nun seinen Startausweis erhalten. „Und er brennt darauf, ihn zu nutzen“, sagt Keim.

Ibrahim Ipek wird in der kleinsten Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm ringen. Dadurch kann Marc Hauke hoch in den 61-kg-Bereich rutschen. In den Klassen 66 bis 86 kg haben die Bönener in der neuen Saison die Qual der Wahl, wenn alle Sportler fit bleiben. Stefan Schwark und Karsten Wegner stehen für 66 kg bereit. Wobei Wegner, der im vergangenen Jahr noch in acht seiner 15 Kämpfe (Bilanz 12:3) in 61 kg auf der Matte stand, besonders in der Hinrunde auch für 70 kg in Frage kommt, weil dort zunächst im Freistil gerungen wird. Daniel Keim könnte so ins geliebte griechisch-römisch wechseln. Der Kapitän will allerdings sowieso kürzer treten. „Wenn die jungen Leute ringen wollen, sollen sie doch ringen“, sieht er seine Auftritte pragmatisch. Für 70 und 75 kg wären Hamdin Ipek und der 20-jährige Saeedy Alternativen, die beide 72/73 kg auf die Waage bringen.

Bönens bester Ringer des Vorjahres, Lukas Korte mit seiner 14:2-Bilanz, ist in dieser Saison sogar so variabel aufgestellt, dass er in drei Gewichtsklassen auf die Matte gehen könnte. Der eigentliche 75-kg-Ringer traut sich auch die deutlich schwereren Kaliber zu, zumal in 86 kg zu Beginn Freistil gerungen wird. Als Wechselpartner steht Marvin Manz in 80 und 86 kg bereit. Manz hat im Frühjahr seine Prüfung zum Bundesliga-Schiedsrichter abgelegt, wird aber vermutlich selten fehlen. Auch Keim pfeift an einigen Kampftagen in der höchsten Liga Deutschlands.

Im Schwergewichtsbereich steht der TuS ein Quintett zur Verfügung. Fehmi Güney, Sebastian Strzalka, Ramazan Alkan und mit Abstrichen auch Bedri Ünal können oben ringen. Jihad El-Cheickh Hassan ist in 130 kg eine Option.

So scheinen die Bönener gut gerüstet für die kurze Saison, die in 113 Tagen über die Bühne geht. Keim schätzt, dass die TuS, die 2015 zum dritten Mal in Folge Vierter wurde, erneut im Mittelfeld der 10er Staffel landen wird. „Die Liga wird aber stark und ausgeglichen“, rechnet er mit, spannenden Kampftagen. Zu seinen Favoriten zählt der Kapitän Krefeld, das seine erste Mannschaft aus der Oberliga zurückgezogen hat, und Vize-Meister VfB Lünen. Die Aufsteiger TuS Aldenhoven und die Zweitliga-Reserve vom TV Essen-Dellwig könnten laut Keim starke Teams aufbieten. Und auch die Etablierten wie Jahn Marten, Mülheim oder Rheinhausen seien nicht zu unterschätzen. Es ist also alles bereitet für eine packende Saison – nicht nur aus TuS-Sicht. - bob

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