TVG- und VfK-Frauen fiebern Start entgegen

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Ihr einziges Testspiel gewannn die Nordböggerinnen (Blaue Trikots) mit 6:3 gegen den SuS Hörde.

Bönen - Die Frauen-Kreisliga ist gestartet, doch die beiden Bönener Teams mussten sich am Wochenende noch gedulden. Dem VfK Nordbögge hatte der Staffelleiter wie schon im Vorjahr ein spielfreies Wochenende zum Start gegönnt, Neuling TVG Flierich-Lenningsen hatte seine Auftaktpartie auf Bitten des TSC Kamen auf den 30. August verlegt. Nun brennen die Teams natürlich darauf, dass es am Sonntag losgeht.

Den TVG erwartet gleich zu Beginn ein brisantes Spiel. Am Butterwinkel trifft das neu gemeldete Fliericher Team auf die zweite Mannschaft des BSV Heeren. Just aus diesem Verein stammt ein Großteil der Germania-Spielerinnen, und in Heeren sind die Verantwortlichen noch immer sauer auf den Abgang der halben Reserve-Mannschaft. „Gerüchten zu Folge kommt der BSV mit seiner Landesliga-Mannschaft“, sagt TVG-Coach René Johannes. Heeren will unbedingt sofort wieder in die Bezirksliga zurückkehren und sieht in den Fliericherinnen einen der größten Konkurrenten.

Dass seine Mannschaft in der Kreisliga ganz oben mitspielen kann, glaubt auch Johannes. Allerdings steht bei seinen Schützlingen der Spaß an erster Stelle. „Sie wollen gar nicht aufsteigen“, sagt er, hält eine Platzierung unter den ersten Drei aber nicht für unrealistisch.

Vorne mit dabei ist in den vergangenen Jahren auch der VfK Nordbögge immer gewesen. Nach zwei Vize-Meisterschaften folgte in der vergangenen Saison ein vierter Platz. Doch personell wurde es in der abgelaufenen Spielzeit immer enger. Und auch für die neue Saison sieht es nicht besser aus. Der Abgang von Christin Speckenwirth nach Flierich tut da doppelt weh. Immerhin vermeldete der VfK in Birte Kilmer auch einen Neuzugang. Die 15-Jährige macht einen guten Eindruck und soll die Abwehr verstärken. Simone Vestweber, die sich eigentlich abgemeldet hatte, macht nun doch weiter. So dass nur Katharina Knauber (früher Olbrich) wegen Schwangerschaft nicht mehr zur Verfügung steht.

Mit Eva Haker übernimmt zudem eine Spielerin die Trainerrolle, der bisherige Coach Thomas Seepe unterstützt sie nun als Co. „Für Eva ist das eine neue Situation, die muss sie annehmen. Aber das macht sie ganz gut. Alle haben Respekt vor ihr als Trainerin und unterstützen sie auch“, sagt Seepe.

Qualität ist in dem kleinen Kader von 14 Spielerinnen aber durchaus vorhanden. Schließlich bauen die Nordböggerinnen seit Jahren auf ihre Leistungsträgerinnen und sind eingespielt. Fraglich ist, wie es das schmale Aufgebot durch das Jahr schafft. „Wir nehmen uns gar nichts vor, denken von Spiel zu Spielen und hoffen, dass wir verletzungsfrei durch die Saison kommen“, sagt Seepe vor dem Auftakt in Frömern. Im besten Fall kann der VfK wohl jeden Gegner schlagen. Einen längerer Ausfall wie zuletzt bei Nadine Worm, die wegen einer Fußoperation wohl die komplette Hinserie ausfällt, wirft die Nordböggerinnen weit zurück.

Urlaubsbedingt waren oft nur sechs Spielerinnen beim Training. „Wir haben die Hoffnung, dass es langsam aufwärts geht“, sagt Seepe. Auch aus diesem Grund absolvierte das Team nur ein Testspiel gegen den SuS Hörde. Das lief am vergangenen Sonntag mit einem 6:3 (3:2)-Erfolg zufriedenstellend. Nordbögge erzeugte über die sechs Tore hinaus viel Torgefahr, stand aber defensiv noch nicht so sicher. „Ab der 70. Minute sind wir konditionell eingebrochen, da hat man gemerkt, dass wir nicht wechseln konnten“, so Seepe.

Zwei Siege in Freundschaftsspielen feierte der TVG. Flierich schlug die beiden A-Ligisten Sportfreunde Sümmern (4:3) und SuS Enniger (3:0). Trainer Johannes hätte sein Team gerne öfter in Aktion gesehen, doch zwei weitere Gegner sagten ab. „Das ist schade, aber nicht weiter schlimm“, bleibt der Coach gelassen. So war mehr Zeit zum Trainieren. „Wir haben eigentlich nur Fußball gespielt“, verzichtete er auf Konditionsbolzerei und arbeitete vielmehr mit und gegen den Ball. „Für mich ist das auch neu mit den Mädels, aber es ist interessant“, sagt Johannes, der in Flierich zum ersten Mal ein Frauenteam trainiert. Neben Christin Speckenwirth und deren noch nicht spielberechtigter Schwester aus Nordbögge gibt es im 22 Spielerinnen großen Kader noch ein paar Quereinsteigerinnen. Der Rest besteht aus früheren Heerenerinnen, die zum Start gegen ihren alten Verein besonders motiviert sein werden. - bob

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