TuS-Ringer mit voller Mannschaftsstärke zum Sieg

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Marc Hauke errang in einem emotionalen Kampf einen technisch überlegenen Sieg.

BÖNEN - Ingo Manz war die Erleichterung nach dem etwa einstündigen Verbandsliga-Kampf gegen den VfK Lünen-Süd anzumerken. „Endlich gewonnen“, lachte er. Der Trainer der TuS Bönen war stolz auf seine Schützlinge, die nach der Pause alle engen Kämpfe für sich entschieden hatten. Der verdiente 25:12 (12:8)-Heimerfolg gegen Lünen war ein Beweis für die Kaderstärke der Bönener Ringer – wenn alle Mann an Bord sind.

Vergangene Woche hatte es für die TuS noch eine empfindliche Niederlage gegen Kirchlinde, ein Kampf, „den wir normalerweise locker gewinnen“, wie Manz meinte. Doch die Ausfälle der Ipek-Brüder, die privat verhindert waren und das Fehlen von Kapitän Daniel Keim, der Bundesliga pfeifen musste, machten dem Trainer einen Strich durch die Rechnung. Gegen Lünen waren die drei wieder an Bord und brachten den Erfolg zurück. „Wir waren heute auf drei Positionen besser besetzt, das hat man gemerkt. Im Großen und Ganzen war das eine super Leistung heute. Ich bin sehr zufrieden“, lobte Manz.

Ibrahim Ipek (57 kg, Freistil) bestritt den ersten Kampf. Und der jüngere der beiden Brüder sicherte sich gleich vier Punkte durch einen technisch überlegenen Sieg. Ramazan Alkan (130, Griechisch-römisch) zahlte in seinem ersten Kampf der Saison dagegen Lehrgeld und blieb gegen Faruk Uzun chancenlos. Der Lünener pinnte Alkan noch vor der Pause. „Die Uzun-Brüder waren einfach zu stark. Da hätte Jihad (El-Cheikh Hassan, Anm. d. Red.) auch nichts geholt“, tröstete Manz seinen enttäuschten Debütanten.

Einen leichteren Gegner erwischte Marc Hauke in der 61-Kilogramm-Klasse im griechisch-römischen Stil. Lange war es ein heißer Kampf zwischen ihm und Marcus Bergmann. Kurz vor Ablauf der Zeit legte Hauke den Lünener unter tosendem Beifall der Zuschauer auf die Schultern. Marvin Manz traf in der 86-kg-Klasse im Freistil auf den jüngeren Uzun-Bruder. Doch auch der erwies sich als deutlich zu stark für den Bönener. Mit einem technisch überlegenen Sieg holte Harun Uzun vier weitere Punkte für sein Team.

Dank des kampflosen Sieges von Stephan Schwark gegen Ramadan Osmani (66 kg, Freistil) ging der TuS mit einer 12:8-Führung in die Pause. Und im zweiten Abschnitt bekamen die Zuschauer spannende Kämpfe zu sehen. Fehmi Güney (86 kg) errang in einem echten Abnutzungskampf gegen den angeschlagenen Beytullah Gülay einen technisch überlegenen Sieg, indem er kurz vor Schluss noch eine Zwei-Punkte-Wertung erzielte. „Fehmi kommt immer besser in Fahrt“, lobte Manz seinen Schützling.

Karsten Wegner (70 kg, Griechisch-römisch) gelang bereits nach zwanzig Sekunden eine spektakuläre Fünf-Punkte-Wertung, am Ende gewann er gegen Ulrich Obst nach Punkten in einem engen Duell. Und auch Lukas Korte hatte es gegen Jascha Paulikat (80 kg, Freistil) nicht leicht, siegte aber letztlich souverän mit technischer Überlegenheit. Hamdin Ipek (75 kg, Freistil) wurde recht zügig von seinem Kontrahenten Stefan Obst geschultert. Doch die vier Punkte, die Kapitän Daniel Keim im griechisch-römischen Stil (75 kg) mit einen Sieg durch die Aufgabe von Frank Bieber holte, stellten den alten Abstand wieder her. - krz

Die Ergebnisse: 57 kg Freistil: I. Ipek – S. Osmani 4:0 (technische Überlegenheit/18:2 Punkte), 61 kg griechisch-römisch: Hauke – Bergmann 4:0 (Schultersieg), 66 kg F: Schwark – R. Osmani 4:0 (Aufgabe Osmani), 70 kg GR: Wegner – U. Obst 1:0 (7:7 Punkte), 75 kg F: H. Ipek – S. Obst 0:4 (Schulter), 75 kg GR: Keim – Bieber 4:0 (Aufgabe Bieber), 80 kg F: Korte – Paulikat 4:0 (technische Überlegenheit/21:4), 86 kg GR: Güney – Gülay $:0 (technische Überlegenheit/16:0), 98 kg F: Manz – H. Uzun 0:4 (technische Überlegenheit/0:15), 130 kg GR: Alkan – F. Uzun 0:4 (Schulter)

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