TuS-Ringer verlieren enges Duell mit Rheinhausen

Der Bönener Stefan Schwark landete in Rheinhausen den einzigen Schultersieg des Tasges.

Bönen - Zwei Siege hatten sich die Verbandsliga-Ringer vor dem Doppelspieltag am Feiertagswochenende gewünscht. Nach der knappen 13:15-Niederlage am Samstag zuhause gegen TV Essen-Dellwig II unterlagen sie nun allerdings auch am Montagabend beim AKS Rheinhausen. Das 7:17 klingt dabei deutlicher als es war. Doch das ändert nichts daran, dass die Bönener auf den vorletzten Rang abgerutscht sind.

„So dramatisch sehe ich das noch nicht“, spürt Kapitän Daniel Keim keine Abstiegsgefahr, spricht aber gleichzeitig von der „stärksten Verbandsliga seit Jahren“. In der ist nur das vom Verletzungspech geplagte Schlusslicht Mülheim-Styrum abgeschlagen. Gegen Rheinhausen müssen sich die Bönener, die ohne Keim, Marvin Manz, Ramazan Alkan und Mujtaba Soeedy antraten, an einigen Stellen vorwerfen lassen, ihre Chancen auf Wertungen und Punkte nicht konsequent genutzt zu haben. Zudem hatten sie erneut Pech in wichtigen Situationen.

Das ging schon im Leichtgewicht los. Die Hälfte der Kampftage hatte Rheinhausen die 57-kg-Klasse bislang nicht besetzt. Gegen Bönen stand dort in Viktor Anselm ein Routinier auf der Matte, von dem sich Ibrahim Ipek gleich zu Beginn überraschen ließ und eine Vierer-Wertung kassierte. Die sollte noch wichtig werden, weil Ipek seinen späteren 0:6-Rückstand in eine 10:8-Führung verwandelte, Sekunden vor dem Ende aber eine Zwei abgab. Dadurch gewann Anselm wegen der höheren Wertung. Im Schwergewicht waren die Bönener mit Sebastian Strzalka geschickt dem AKS-Athleten Nikolaj Siroglazov aus dem Weg gegangen. Strzalka schlug in 130 kg souverän Mehmet Kolal, verpasste nach einer schnellen 9:0-Führung allerdings mehr Punkte für sein Team und ging am Ende mit 9:8 und nur einem Zähler von der Matte. Siroglazov machte im 98-kg-Bereich in nur einer Minute kurzen Prozess mit TuS-Ersatzmann Bedri Ünal. „Da hätte aber auch niemand anderes von uns eine Chance gehabt“, meinte Keim.

In 61 kg war zuvor Marc Hauke dem Rheinhausener Pietro Sabatino deutlich mit 0:4 unterlegen, während im letzten Kampf vor dem Pause Stephan Schwark den jungen Alexander Kuzemin nach 39 Sekunden schulterte. Zur Halbzeit stand es also 9:5 für den Gastgeber.

Der baute seine Führung auf 11:5 aus, weil Fehmi Güney (86 kg) dem AKS-Trainer Dimitri Wegner zwar ein ebenbürtiges Duell, in dem fast ausschließlich im Stehen gekämpft wurde, lieferte, in der zweiten Runde jedoch zweimal kurz wegrutschte und deshalb 0:4 nach Punkten verlor. Dennoch lobte Keim: „Das war ein echter Achtungserfolg.“ Karsten Wegner (70 kg) konterte anschließend den kräftigen Max Semjonow aus, landete zwei Würfe zur 6:0-Führung nach Runde eins, verpasste dann aber nachzulegen und holte nur zwei Zähler zum 11:7.

Nach dem kampflosen 4:0 für Rheinhausen Topringer Wladislaus Eirich (80 kg) stand der Erfolg für den Gastgeber im Grunde schon fest, der zudem noch zweimal knappe 1:0-Siege einfuhr. Hamdin Ipek passte sich in 75-kg-Freistil zu sehr dem Griechisch-Römisch-Spezialisten Nikolai Kress an, lag zur Pause 0:4 zurück und holte diesen Rückstand nicht mehr auf. Im zweiten 75-kg-Kampf brauchte Bönens Freistilringer Lukas Korte zu lange, um sich an den klassischen Stil zu gewöhnen. Nach einem zwischenzeitlichen 1:12 kam das Comeback von Korte gegen den sonst selten eingesetzte Leo Bechtold zu spät (11:12). In beiden Duellen haderten die Bönener mit dem Ringrichter.

Am Ende gingen sechs der neun Kämpfe über die volle Distanz, was die Ausgeglichenheit das Aufeinandertreffens sehr gut veranschaulicht. Davon können sich die Bönener allerdings nicht kaufen. - bob

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