TuS-Ringer erwarten ganz enge Verbandsliga-Kämpfe

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Bis zum Saisonstart müssen sich TuS-Trainer Ingo Manz (links) und Fehmi Güney noch bis August gedulden.

Bönen - Die Saison der Ringer startet erst Ende August, doch jetzt wissen die Athleten der TuS Bönen immerhin schon einmal, mit wem sie es in der Verbandsliga zu tun bekommen. „Die Liga wird eine sehr enge Leistungsdichte haben“, vermutet Kapitän Daniel Keim anhand der Informationen, die er über die neun Gegner zusammengetragen hat.

Die Verbandsliga wurde nach den Rückzügen vom TV Aachen-Walheim II und der RG Annen/Heros Dortmund im Verlauf der vergangenen Saison wieder auf eine Zehner-Staffel aufgestockt. Mit Germania Krefeld II stieg ein Team ab, das von der eigenen ersten Mannschaft ersetzt wird. Die verzichtete als Siebter der vergangenen Oberliga-Runde auf das dortige Startrecht. Neben den sechs „alten“ Vereinen komplettieren mit TV Essen-Dellwig II, dem Wiederaufsteiger KSV Jahn Marten und dem TuS Aldenhoven das Feld.

„Lünen-Süd wird sehr stark sein“, sagt Trainer Ingo Manz und ist sich darin mit seinem Kapitän einig, den Vorjahres-Vize auf das Favoritenschild zu heben. Während Keim auch Krefeld eine gute Rolle zutraut, ist sich Manz bei den Niederrheinern nicht sicher. Die Germanen hätten Probleme zu trainieren, weil ihre Halle durch Flüchtlinge belegt sei. Außerdem hat der TuS-Trainer gehört, dass Krefeld seinen Kader noch nicht beieinander haben sollen.

Manz hat vielmehr den Aufsteiger aus Essen auf dem Zettel. In dessen Riege stehen viele Talente, die er schon als Kadertrainer unter seinen Fittichen hatte. „Die haben gute Leute, die keiner von uns schlagen kann“, sagt er. Abzuwarten bleibt natürlich, ob diese jungen Ringern nicht vielleicht sogar in die Zweitliga-Mannschaft der Essener hochgezogen werden. Und auf der anderen Seite könnten Zweitliga-Spezialisten in der Verbandsliga antreten, wenn sie in ihrer Gewichtsklasse gerade nicht gebraucht werden. In der Vorsaison setzte der TV 29 Athleten an zwölf Kampftagen ein.

Neben diesen zwei Wundertüten aus Krefeld und Essen stellen sich die verbliebenen Teams solide auf. Auf den Plätzen drei bis sieben ging es im Vorjahr eng zu, und damit ist auch diesmal zu rechnen. Rückkehrer Jahn Marten finden Keim und Manz zudem „interessant“. Wenn die Bönener also wieder Vierter werden wollen, müssen sie erneut gut stehen. Das soll durch die beiden Neuzugänge Ibrahim Ipek (57 kg) und Hamdin Ipek (75 kg) vom Bezirksligisten PSV Lippe-Detmold (der WA berichtete) sichergestellt sein. Wahrscheinlich wird auch ein drittes neues Gesicht für die TuS auf die Matte gehen. Seit fast einem Jahr trainiert der afghanische Flüchtling Mujtaba Saeedy in der Goethehalle mit. „Er passt gut in die 75-kg-Klasse und fühlt sich wohl in der Mannschaft“, lobt Keim den motivierten Neuzugang mit Jahrgang 1995.

Überhaupt ist der oft kritisierte Trainingseinbruch bei den TuSlern in diesem Jahr bislang ausgeblieben. „Die Jungs, die sonst ins Sommerloch fallen, sind gut mit dabei“, sagt Keim. Vielleicht hat auch eine Umstellung im Training dazu beigetragen. Denn Manz hat sich aus privaten Gründen etwas zurückgezogen, weshalb die Mittwochseinheiten nun von Marvin Manz, Lukas Korte und Sebastian Strzalka geleitet werden. „Das hat frischen Wind gebracht“, findet Keim. Nachdem Bönen im Vorjahr oft improvisieren musste, um ein schlagkräftiges Team aufzubieten, ist der Kapitän zuversichtlich nun „etwas stressfreier“ durch die Saison zu kommen. Der erste Kampftag am 27. August beschert der TuS übrigens einen Heimkampf.

Die Verbandsliga-Teilnehmer:

AKS Rheinhausen (Vorjahresdritter)
KSV Germania Krefeld (7. Oberliga)
KSV Jahn Marten (1. Landesliga)
KSV Kirchlinde (6.)
KSV Mülheim-Styrum (7.)
RG Hürth/ Rheinbach (5.)
TuS Aldenhoven (3. Landesliga)
TuS Bönen 01 (4.)
VfK Lünen-Süd (2.)
TV Essen-Dellwig II (2. Landesliga)

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