TuS-Ringer chancenlos in Krefeld

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Bönens Karsten Wegner gewann gegen den Krefelder Hasan Rahaal auf Schultern.

Krefeld - Nach weniger als einer halben Stunden Netto-Kampfzeit war der Spaß in Krefeld schon wie vorüber. Wobei sich der Spaß für die Ringer der TuS Bönen sowieso in Grenzen gehalten hatte, besaßen sie doch am letzten Kampftag der Verbandsliga-Hinrunde beim KSV Germania keine reelle Chance und verloren deutlich mit 10:26. „Da war nichts zu holen“, erklärte Daniel Keim.

Der Kapitän verzichtete auf einen Auftritt, übergab seine angestammte 70-kg-Klasse an Karsten Wegner, der unter der Woche in Berlin war und deshalb nicht Gewicht machen konnte, um im 66-kg-Bereich anzutreten. Dort rückte Stephan Schwark auf, wodurch die Bönener die 61 kg leer ließen, da auch Marc Hauke im Urlaub ist. So stand es also schon 0:4 aus TuS-Sicht, bevor es losging.

Leichtgewicht Ibrahim Ipek stellte mit einem Schultersieg über Amir Boulakhrif auf 4:4. „Er hat seine Klasse wieder einmal bewiesen, Punkt um Punkt geholt und seinen Gegner nach zweieinhalb Minuten geschultert“, lobte Keim. Ein weiteres Mal ausgleichen, sollten die Gäste allerdings nicht. Ramazan Alkan, der im Schwergewicht den nicht rechtzeitig genesenen Sebastian Strzalka vertrat, ließ sich von Nigel Weber überrumpeln und lag nach 61 Sekunden auf den Schultern. Das Alkans Kopf dabei außerhalb des Rings war, erkannte der Schiedrichter nicht an.

Marvin Manz (98 kg) musste sich Waldemar Schäfer technisch unterlegen geschlagen geben, weil der Krefelder die Angriffe des Böneners geschickt abwehrte und selbst in den 4:38 Minuten immer wieder Wertungen schaffte. Im letzten Kampf vor der Pause (66 kg), drehte der KSV-Akteur Ben Haeffner in nur 52 Sekunden Schwark mit einer Beinschere förmlich durch. Krefeld lag also schon mit 16:4 und marschierte dem erwarteten Sieg entgegen.

Die zweite Hälfte bot dann die deutlich spannenderen Kämpfe, wobei das Duell von Bedri Ünal gegen Sohayb Musa (86 kg) noch außen vor blieb. Bönens Ersatzmann für den kurzfristig verhinderten Fehmi Güney hatte gegen den deutschen Vize-Meister der Männer keine Chance und war nach 49 Sekunden ausgepunktet. Karsten Wegner stellte sich nach einem schnellen 0:6-Rückstand besser auf Hasan Rahaal ein und schulterte den Krefelder zu Beginn von Runde zwei mit einem Konter.

Ein Hin und Her war das Aufeinandertreffen von Lukas Korte und Dieter Tschierschke in 80 kg. „Das war ein schöner Kampf von beiden“, so Keim. In dem hatte am Ende der Krefelder Tschierschke die Nase mit 7:4 vorne, weil er in den letzten Sekunden eine Risiko-Aktion von Korte zu einer Zweier-Wertung konterte.

Die Gastgeber hatten damit gewonnen. Trotzdem wurde es in den letzten beiden Kämpfen in 75 kg noch etwas hektisch. Zunächst sahen die TuS-Athleten ihren Teamkollegen Mujtaba Soeedy zu Unrecht der Passivität angeklagt, da sich Gegner Julian Olbrich mehr in der Rückwärtsbewegung befand. Nach knapp vier Minuten legte Olbrich seinen Kontrahenten auf die Schultern. Zum Abschluss würzte Hamdin Ipek seine defensive Taktik mit und explosiven Angriffen auf die Hüfte des zwei Köpfe größeren Muammed Zakir Tans. So lag er zur Pause 6:0 vorne und brachte die Führung über die Zeit, während die Krefelder nun ihrerseits Passivität reklamierten. - bob

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