TuS-Reserve muss Erfahrungseinbuße kompensieren

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TuS-Trainer Detlef Buhl hat für Bönens Zweitvertretung den Klassenerhalt zum Ziel erklärt.

Bönen - Aufgestiegen ist die zweite Damen-Mannschaft der TuS Bönen schon in der Saison 2014/2015, doch auch im zweiten Bezirksliga-Jahr bekommen es die TuS-Volleyballerinnen mit vielen neuen Vereinen zu tun. Drei von neun Teams aus der vergangenen Spielzeit wurden wieder in die Staffel 9 eingruppiert, der Rest stieg ab oder auf, der SuS Oberaden zog seine zweite Mannschaft sogar zurück.

„Das ist sehr schwer einzuschätzen“, weiß TuS-Trainer Detlef Buhl nicht, was ihn ab September erwartet. Auf jeden Fall recht weite Fahrten, den mit dem GSV Fröndenberg gibt es nur noch ein zweites Team aus dem Kreis Unna, das in der Bezirksliga antritt. Zum Vergleich: In der Verbandsliga trifft die aufgestiegene erste TuS-Mannschaft auf drei weitere Kreisvertreter. Die Liga wurde mit Mannschaften aus dem Märkischen Kreis und der SG Boelerheide aus Hagen aufgefüllt. Mit Hennen II und Halver sind zwei Aufsteiger mit von der Partie, die Iserlohn Panthers waren im Vorjahr noch Gegner der ersten Bönener Mannschaft in der Landesliga. Viele Fragezeichen also, zumal mit Eiche Grüne, das neben Fröndenberg und Bönen dritte in der Staffel 9 verbliebene Team auf der Suche nach Spielerinnen sei.

Das sind auch die Bönenerinnen. Denn der Buhls Kader hat sich reduziert, was vor allem an seiner eigenen Familie. Petra Buhl hört bei den TuS-Damen auf, Tochter Stefanie, die nach einem Auslandsaufenthalt in der Reserve aufschlug, will es nun in der vereinseigenen Verbandsliga-Mannschaft versuchen. Antje Schönhütte hatte sich schon im Verlauf der vergangenen Saison verabschiedet, Interimsspielerin Nina Kokemoor steht mit Semesterbeginn erneut nicht zur Verfügung.

Jana Steinhoff aus der eigenen Jugend und Jaqueline Brinkmeier, die noch kein Meisterschaftsspiel bestritten hat, können den Wegfall von so viel Erfahrung natürlich nicht kompensieren. „Die Personaldecke ist sehr dünn. Das wird eine schwere Saison“, sagt Buhl, der elf Spielerinnen aufbieten kann und sich über jeden weiteren Neuzugang freut.

Ziel ist für den Vorjahresfünften daher der Klassenerhalt. In der Achter-Liga erwischt es eine Mannschaft direkt, der Vorletzte muss in die Relegation. Buhl legt im Training viel Wert auf Technik und Spielabläufe, will das Angriffs- und Blockverhalten einüben, um den Gegnern auf Augenhöhe zu begegnen. Bisher zogen alle gut mit, jetzt hofft der Trainer, dass in den Ferien urlaubsbedingt nicht zu viel ausfällt. „Ab vier wird trainiert“, erklärt er: „Jede Trainingsstunde ist wichtig.“

Ihre vier Heimspiele werden die Bönenerinnen an Sonntagen austragen. Nach den Ferien will Buhl als Vorbereitung ein kleines Turnier in der Goethehalle veranstalten. - bob

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